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Ziesar

Burg Ziesar

Die Stadt Ziesar ist Sitz der Amtsverwaltung des Amtes Ziesar. Unsere Stadt liegt im Südosten Ziesars, am Höhenzug des idyllischen, mischwaldbesetzten Flämings. Nördlich und ostwärts der Stadt grenzt das Fiener Bruch an. Dieses Bruch ist eine Wiesen- und Weidelandschaft von lieblichem Reiz.

Ziesar liegt an zwei bedeutenden Straßenverbindungen: der Autobahn 2 (Berlin – Hannover). Sie versieht die Stadt mit einer eigenen Autobahnabfahrt, nur 2 km vom Stadtrand entfernt. Die zweite, gut ausgebaute, und gern befahrene Verkehrsader ist die B 107, die die A 9 (Nähe Coswig) mit der A 2 (bei Ziesar) verbindet. Busverbindungen führen von Ziesar nach Brandenburg, Genthin, Güsen, und Burg bei Magdeburg.

Nähert man sich der Stadt Ziesar (948 erstmals urkundlich als „Civitas Ezeri“ erwähnt) wird der Blick frei auf zwei markante Bauten. Unverwechselbar ist der – mit einer Bischofskappe versehene – Burgturm. Er ist in seinen Ursprüngen mindestens 1000 Jahre alt. In seiner heutigen Form weist er das würdige Alter von 450 Jahren aus. Die ihn umgebende, einst schlossartige ausgebaute Burg, war 250 Jahre lang Sitz der Bischöfe in Brandenburg. Die romantische Feldsteinkirche ist das zweite Wahrzeichen der Stadt. Auch sie sieht ihrem 800sten Geburtstag entgegen.

Seit die Heveller, ein Unterstamm der Liutitzen, und, wie diese, zu den Elbslaven zählend, diese Gegend vor 1200 bis 1400 Jahren besiedelten, sah ZI-E-SAR (es wird dreisilbig gesprochen und bedeutet im Slawischen: „Hinter dem See“) viele bekannte Persönlichkeiten: u.a. die Sachsen-Kaiser Heinrich I. (928), Otto I. (936), aber auch Hohenzollern. So weilte Friedrich VI., Burggraf zu Nürnberg, mehrfach in der Stadt. Er wurde Kurfürst Friedrich I. von Brandenburg. König Friedrich II., „der Große“, in Preußen, ließ sich in Ziesar sogar ein Haus bauen. Auch Fritz Reuter kam durch Ziesar. Er allerdings als Gefangener.

Die Geschichte hielt für die Stadt und ihre Umgebung aber auch Kriege, Not und Elend bereit. So gingen weder der 30-jährige Krieg noch die napoleonischen Feldzüge ohne die Stadt schädigende Ereignisse vorüber.

Aber auch regionale Größen, wie die Quitzows und die Edlen von Putlitz hinterließen durch ihr kriegerisches Treiben tiefe, schmerzende Wunden. Es gelang den Bürgern der Stadt aber immer wieder, sich durch Fleiß, Disziplin und Beharrlichkeit als Handwerker, und vor allem als Ackerbürger, aus diesen Nöten herauszuarbeiten.

Heute zählt die Stadt Ziesar, mit den Ortsteilen Bücknitz, Glienecke und Köpernitz, ca. 2.900 Einwohner.

Als Serviceleistungen für die junge Generation werden den Bürgern Kindertagesstätten, eine Grundschule und eine Ganztagsoberschule angeboten. Ärzte, Zahnärzte, eine Apotheke und eine Johanniter-Unfallstation sorgen für Hilfe, wenn es einmal am gesundheitlichen Wohlbefinden mangelt. Handwerk und Gewerbe decken eine breite Palette des täglichen Bedarfs der Bürger ab. Supermärkte und kleinere, spezialisierte Geschäfte sorgen für ein preiswertes, gut sortiertes Warenangebot. Kfz-Servicestationen sorgen nicht nur für einen fahrtüchtigen und sauberen „fahrbaren Untersatz“, sondern halten auch ein, regional bekannt preiswertes, Benzin- und Dieselangebot bereit. Ein sehr gutes Hotel, Pensionen und gepflegte Gastronomie tragen zum Wohlbefinden des Gastes in der Stadt bei.

Ziesar bietet seien Gläubigen drei aktive Religionsgemeinschaften: eine evangelische, eine katholische und eine neuapostolische Gemeinde.


Was könnte einen auswärtigen Gast an einem Aufenthalt in Ziesar reizen?

  • den Wanderer: per Fahrrad oder zu Fuß: eine reizvolle Landschaft, geprägt von 100.000 Hektar Wald und offener, pittoresker Feld- und Wiesengemarkung
  • den historisch Interessierten: 4 Schlösser und Burgen, in 30-Minuten Autofahrt, in und bei Ziesar zu erreichen; Potsdam, erreichbar in 40 Autominuten; Berlin, erreichbar in 1 – 1,5 Autostunden, je nach Fahrstil
  • den Wassersportler: die Havel und ihre Seen, erreichbar in 30 Autominuten, je nach Fahrstil
  • den Jäger: eine gastfreundliche, hilfsbereite Jagdgenossenschaft
  • den Reiter: Leihpferde (in Buckau, in Ziesar in Planung) für den Ritt über Reitpfade durch die reizvolle Landschaft
  • den Investor: ein infrastrukturell erschlossenes Gewerbegebiet mit noch freien Flächen (200 m von A 2 – Abfahrt Ziesar, entfernt)


Darüber hinaus sorgen 14 Vereine und Gemeinschaften für ein breites Angebot zur Pflege der Gemeinschaft, Interessen und persönlicher Hobbies. Sie bemühen sich, die Verbundenheit der Einwohner mit ihrer Stadt und deren Umfeld zu festigen und ihr Heimatgefühl weiter auszuprägen.

Bücknitz
Die Gemeinde Bücknitz ist umgeben von Grün- und Ackerland sowie großflächigen Waldgebieten. Das genaue Alter der Gemeinde ist nicht mehr festzustellen, bekannt ist nur, dass sich die Gemeinde aus drei kleinen Orten gegründet hat. Das älteste Gebäude in der Gemeinde ist die Dorfkirche, aus Felssteinen erbaut, mit einem Taufstein aus dem 13. Jahrhundert. Jahrelang ungenutzt, finden erst seit 1995 wieder Gottesdienste in ihr statt.

Zum Ort gehörten ursprünglich 3 Mühlen: die Eulenmühle, mitten im Wald gelegen, existiert heute noch und wird gewerblich als Sägewerk genutzt. In der 2. Mühle, bis Anfang der 90er Jahre noch genutzt, wurden früher Mehl und Schrot gemahlen. Gleichzeitig befand sich dort eine Bäckerei; ihr Brot wurde bis nach Berlin geliefert. Von der 3. Mühle zeugen nur noch die Mauern von ihrer Existenz. Sie lag im Ortsteil Herrenmühle und wurde bis zum Krieg als Papierfabrik genutzt. Heute befindet sich in Herrenmühle neben einigen Wohnhäusern eine große Forellenzuchtanlage. Entlang der Herrenmühle, durch Bücknitz bis zur Eulenmühle, fließt ein kleiner Bach, die Buckau. Hier treffen sich Freunde des Rudersports, im mit ihren Booten von der Mitte des Ortes aus, auf der Buckau zu rudern.
Die herrlichen Wälder laden zu jeder Jahreszeit zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Das Gasthaus „Lorenz“ lädt zur Einkehr ein. Im Ort sind einige kleine Handwerksbetriebe und ein großes Quelle-Auslieferungslager ansässig.

Als ein Schmuckstück in der Gemeinde ist der 1989 eröffnete Kindergarten zu betrachten, in dem ab 1996 auch Hortkinder betreut werden. Diese gemeindeeigene Einrichtung gilt es zu erhalten, denn sie ist nicht nur Tagesstätte für die Kleinen und Kleinsten, vielmehr bietet sie auch Möglichkeiten für alle Altersklassen zum Spielen, Lernen und als Treffpunkt für viele Veranstaltungen, z.B. Frühlingsfeste, Weihnachtsfeiern, Fasching, an denen auch die älteren Bürger teilnehmen. In den letzten Jahren wurde in Bücknitz sehr viel gebaut, u.a. Straßen, Gehwege und Grünanlagen. Die Gemeinde ist an eine zentrale Trink- und Abwasseranlage angeschlossen. Die Haushalte werden mit Erdgas versorgt.

Glienecke
Glienecke und sein Ortsteil Grebs, eine Gemeinde zwischen dem Fiener Bruch und den Ausläufern des Flämings. Seit Jahrhunderten wird der Ort durch die Landwirtschaft geprägt. In Richtung Fiener Bruch führen gut ausgebaute Wirtschaftswege, die die Zugänglichkeit zu dieser einmaligen Landschaft erleichtern. Moderne Entwässerungssysteme haben den ehemaligen Flachsee in ergiebiges Weide- und Ackerland verwandelt. Ausgedehnte Forste unterstreichen den typischen Charakter der märkischen Landschaft. Vom Ortsteil Grebs aus führen markierte Reit- und Wanderwege in die Ausläufer des Flämings. Reiter und Wanderer können hier Ruhe und Entspannung finden. Bei entsprechenden Witterungsbedingungen gibt es in den Forsten auch ein reichliches Pilzangebot. Hier werden auch Pilzsucher aus unserem Nachbarland Sachsen-Anhalt angelockt. Glienecke hat zwei Gaststätten; wovon eine warme Speisen und Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Glienecke liegt an der Landstraße zwischen Ziesar und Brandenburg und ist über die Autobahn A2 zu erreichen.

Köpernitz
Der Ort Köpernitz wurde 1420 erstmals urkundlich erwähnt. Köpernitz liegt direkt an der B 107 und 3 km von der Stadt Ziesar entfernt.
Nördlich der Gemeinde verläuft die Bundesautobahn A2. In der Gemarkung Köpernitz befindet sich der Autobahn-Tank- und Raststättenkomplex Buckautal.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort zu einem Wald-, Wiesen- und Ackerdorf. Die meisten der Einwohner waren Kleinbauern, die ihre Ackerwirtschaft mit Milchkühen als Zugkraft betrieben. 1945 änderte sich die Lage mit der Bodenreform. Zur Großraumwirtschaft ging man zwischen 1958 und 1960 über. Die landwirtschaftliche Nutzfläche der Gemeinde beträgt ca. 550 ha, die jetzt zum Teil privat bzw. durch die Agrargenossenschaft Buckau bewirtschaftet werden.

Köpernitz hat 175 Einwohner. Eine Besonderheit des Ortes ist die Kirche, die 1883 aus geschlagenen Granitsteinen erbaut wurde. Bereits 1880 wurde gegnüber dem Gotteshaus ein Schulhaus aus Backsteinen eingeweiht. Mit der Einstellung des Unterrichts 1951 wurde das Haus einer anderen Nutzung zugeführt, so als Landkino, Gemeindeverwaltung sowie Konsumverkaufsstelle und eine Wohnung.
Die Gemeinde verfügt über eine gepflegte Friedhofsanlage. Davor steht eine 125 Jahre alte Eiche. Gastronomie und Handwerk haben im Ort Tradition. So sind in Köpernitz ein Maurer- und ein Dachdeckerbetrieb, eine Imkerei, eine Schafzucht sowie eine Gaststätte ansässig. Am Ortseingang stehen links wie rechts Lindenbäume, wo sich ein jeder zur Blütezeit im Juni am Duft der Blüten erfreuen kann.

Mühlentor 15 a
14793 Ziesar

Telefon (033830) 6540
Telefax (033830) 128909

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.ziesar.de


Veranstaltungen

08.07.2017
10:00 Uhr
9. Trecker- & Oldtimertreffen Gräben
Anlässlich unseres Festes "1025 Jahre Gräben" rufen wir zum 9. Trecker- und Oldtimertreffen am 8. ... [mehr]
 
08.07.2017
10:00 Uhr
1025 Jahre Gräben
10.00 Uhr Fußballturnier 10.00 Uhr 9. Gräbener Trecker & Oldtimertreffen 13.00 Uhr ... [mehr]
 

Aktuelle Meldungen

Newsletter wieder aktiv

(29.05.2017)

Seit einigen Wochen gibt es die Möglichkeit, nicht nur den Newsletter zu abbonieren, sondern auch zu erhalten.

Diese Rundbriefe können in der Rubrik "Service" unter Angabe der eigenen emailadresse bestellt und jederzeit im Newsletter selbst wieder abbestellt werden.

 

Im Moment gibt es am Freitag Nachrichten über die aktuellen Veranstaltungen des Wochenendes und der kommenden Woche. Auch neu angelegte Bildergalerien werden bekannt gegeben.

So muss man nicht immerzu auf die Seite gehen, um Neuigkeiten zu entdecken, sondern erhält Information und passenden Link exklusiv nach Hause.

 

 

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Ziesar vernetzt mit Görzke

(21.02.2017)

Nun hat auch unsere Nachbargemeinde Görzke einen Internetauftritt, der mit der Region vernetzt ist.

Unter toepferort-goerzke.de findet man Wissenswertes über Ortsteile, Gemeindegeschehen, Tourismus, Töpfermärkte usw. Die Inhalte werden nach und nach ergänzt. Weitere gelungene Bilder werden gern in der Touristinfo  Ziesar in Empfang genommen.

 

In der Hoffnung, dass die Seite lebendig und aktuell wird, haben wir die Veranstaltungen von Görzke auch auf ziesar.de vernetzt. So profitieren beide Orte davon. Können die Informationen doch noch etwas weiträumiger gestreut werden.

 

 

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Erfolgreicher Weihnachtsmarkt

(09.12.2016)

Auch in diesem Jahr fand der Weihnachtsmarkt der Schulen und Vereine von Ziesar auf dem Breiten Weg statt. Feuerwehr, Weihnachtsmann, viele bunte Stände und ein Karussell ließen rund um die Weihnachtstanne vor dem Rathaus die Kinderaugen strahlen.

Die Organisatorin Silvia Zimmermann hat zur Erinnerung eine Bildcollage aus Eindrücken von der Veranstaltung erstellt.

[großes Bild zum Download (jpg)]

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Festakt der Bildhauer/Kunstgießer am Roten Haus

(28.09.2016)
Mit einem kleinen Festakt haben die Bildhauer/Kunstgießer ihre während des Symposiums geschaffenen Reliefs an die Stadt Ziesar übergeben.
Alle Einwohner waren dazu am 3.10 2016 um 11.00  am Platz Kloster-Breiter Weg herzlich willkommen. Mehr als 100 Besucher waren gekommen, um dem Ereignis beizuwohnen.
 
Teilnehmer des Symposiums waren Alberto Lescay und Alejandro Lescay aus Kuba, Fanny Galera aus Spanien, Anna Franziska Schwarzbach ,Florian Flierl, Marco Flierl, Rudolf Borkenhagen und Klaus Cenkier aus Deutschland.
 
 

[MAZ-Artikel zum Thema]

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Wahl des Landrates - I - Ergebnis Ziesar

(28.09.2016)

Am 25.09.2016 wählten die Bewohner des Landkreises Potsdam Mittelmark in Direktwahl Ihren Landrat. Für eine erfolgreiche Wahl mussten sich 15% der Wahlberechtigten beteiligen und einer der Kandidaten musste die absolute Mehrheit erreichen.

 

Die Wahlergebnisse von Amt Ziesar und Kreis liegen vor und wurden bereits veröffentlicht. Hier noch einmal die Ergebnisse, beschränkt auf die Stadt Ziesar mit ihren Ortsteilen Bücknitz, Glienecke (Grebs) und Köpernitz.

 

Der Norden der Stadt mit Anteilen der Bevölkerung der Ortsteile wählten in der Feuerwehr Ziesar. Die Wahllokale in den Ortsteilen hatte man aus Personalgründen eingespart.

Das Wahlergebnis war hier wie folgt:

43,4 % Blasig (SPD)

21,7 % Schröder (AfD)

21,0 % Schäfer (CDU)

12,4 % Warnick (DIE LINKE)

1,5 %   Schramm (PIRATEN)

Die Wahlbeteiligung lag bei 21,6 %.

 

Der südliche Teil der Stadt mit Anteilen der Bevölkerung der Ortsteile wählten im Burgsaal der Stadt.

Das Wahlergebnis war hier wie folgt:

33,4 % Blasig (SPD)

27,1 % Schröder (AfD)

26,1 % Schäfer (CDU)

11,9 % Warnick (DIE LINKE)

1,5 %   Schramm (PIRATEN)

Die Wahlbeteiligung lag bei 24,8 %.

 

Im gesamten Amtsbereich gestaltete sich der Ausgang der Stimmenauszählung folgendermaßen:

39,5 % Blasig (SPD)

22,4 % Schröder (AfD)

24,7 % Schäfer (CDU)

11,7 % Warnick (DIE LINKE)

1,6 %   Schramm (PIRATEN)

Die Wahlbeteiligung lag bei 33,7 %.

 

Die Prozente verändern sich noch um Einiges, wenn man im Vergleich die Zahlen im Landkreis insgesamt betrachtet:

45,6 % Blasig (SPD)

16,3 % Schröder (AfD)

21,2 % Schäfer (CDU)

14,1 % Warnick (DIE LINKE)

2,8 %   Schramm (PIRATEN)

Die Wahlbeteiligung lag bei 46,6 %.

 

Da von den 81.699 gültigen Stimmen im Kreis PM keine mindestens 40.850 Stimmen auf einen Kandidaten kamen, wurden die Kandidaten Wolfgang Blasig (SPD) und Franz Herbert Schäfer (CDU) für die Stichwahl am 09.10.2016 zugelassen,.

 

 

 

 

[alle Einzelergebnisse im Landkreis PM]

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Neue Bürgermeister-Sprechstunde

(15.09.2016)
Information des Bürgermeisters der Stadt Ziesar:

 

 
Die Bürgermeister-Sprechstunde findet jetzt immer
donnerstags, in der Zeit von 13 – 16 Uhr
im Rathaus der Stadt Ziesar statt.
 

Dieter Sehm

Der Bürgermeister

Foto zu Meldung: Neue Bürgermeister-Sprechstunde

Der Ziesaraner Einbaum

(09.09.2016)

Nachdem 1935 in der "Alten See" ein ca. 1000 Jahre alter Einbaum aus der Slawenzeit gefunden und vor einigen Jahren ein Rechtsstreit  gewonnen wurde, um das viele Jahrzehnte verliehene Stück zurückzubekommen, wurde jetzt ein spektakulärer Nachbau angefertigt.

 

Weitere Informationen und Bilder finden sie untenstehend.

 

Informative Artikel zu diesem Thema finden Sie unter folgenden Links:

Foto zu Meldung: Der Ziesaraner Einbaum

Die Papiermühle zu M´forth

(25.07.2016)

Die Papiermühle in Magdeburgerforth von 1719 bis 1991

Kleine Geschichte aus 272 Jahren Papierherstellung

 

Irgendwann werden auch die letzten Spuren der fast 300jährigen Papierfabrik ausgelöscht sein; dann erinnern nur noch schriftliche Aufzeichnungen oder Bilder an die einstmals florierende „Neue Mühle“.

Damals – wie sich das anhört, weit zurückliegend in der Vergangenheit – damals in den 1980ern war auch ich dort arbeiten, als Schüler, der sich in den Ferien ein paar Mark dazu verdiente. Vor meinen Augen laufen die verschiedenen Phasen der Herstellung dieser graublauen Rohpappe ab, als stände ich daneben. Davon will ich berichten, von der PAPIERMÜHLE.

 

Zuerst jedoch ein kleiner Exkurs zurück zu den Anfängen. Herr Dipl.-Ing. H.-Dieter Birth aus Magdeburgerforth berichtet auf der Homepage „Jerichower Schweiz“ folgendes:

„Nördlich von Magdeburgerforth gelegen befand sich die Neue Mühle; in den alten Aufzeichnungen von 1719 und 1747 noch Papier – Mühle genannt, wird sie ab 1894 Papierfabrik, die bis 1928 mit Wasserkraft betrieben wird. Als Werk für Rohpappe produzierte sie bis 1990 und wurde inzwischen abgerissen.“

Auf der Seite der Papiermühlen in Deutschland – Blogus.de wird berichtet, dass die Neue Mühle um 1726 erbaut wurde. Erster Besitzer war Herr Martin Naethe, der von 1729-1750 die Geschäfte führte, bevor ab 1750-1772 Johann Gottfried Stoltze die Papierherstellung betrieb. Im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt ist unter Mühlensachen der „Neubau einer Papiermühle bei Magdeburgerforth, die Neue Mühle genannt“ vermerkt. Dieser enthält u.a. den Grundbrief des Johann Christian Lebrecht Nathe vom 28. August 1783 (ob der damalige Schreiber nur das „e“ im Namen Nathe vergaß, ist nicht mehr nach zu vollziehen. Bei Betrachtung beider Namen ist es auffällig).

Im Buch von Karl von Seidlitz „Der Regierungsbezirk Magdeburg: Geographisches statistisches und topographisches Handbuch“ von 1820 ist nachzulesen:

„65. Magdeburgerforth, königl. zum Amte Ziesar gehöriges Dorf, ¾ Meilen südwestlich von Ziesar, wohin es eingepfarrt ist; hat 25 Wohnh.; 169 Einw., 1 Krug, 1 Wassermahl- und Schneidemühle; 472 Morgen an Feldmark.

Hierzu gehört:

Die neue Papiermühle, nebst 1 Wohnh. und 10 Einw.“

Im Jahre 1935 schrieb Friedrich von Hössle das Werk „Die Papiermühle an der Magdeburgischen Pforthe, (genannt Neue Mühle, spätere Papierfabrik Neue Mühle); alte Papiermühlen d. Provinz Sachsen, Nr. 62“. Ob sich der Name Magdeburgerforth aus dem Städtenamen und einer Pforte/Tür oder einer Furth zusammensetzt, ist mir unbekannt; andere werden es wissen.

 

Also unbekannt ist „meine“ Papiermühle nicht; es freut mich umso mehr, dass ich selbst ein Teil dieser Geschichte bin und in vier aufeinander folgenden Jahren dazu beigetragen habe, Rohpappe herzustellen. Auf die Idee, dort in Ferienarbeit zu gehen, brachten mich meine beiden Onkels, die dort schon lange angestellt waren. Udo und Peter Eichwald aus Ringelsdorf! Liegt ja gleich um die Ecke und ich habe dort meine Kindheit verbracht (okay, es waren die ersten vier Jahre). An den ersten Tag in der Papiermühle kann ich mich gar nicht erinnern, weder ob ich von den Eltern hingebracht worden bin oder allein mit dem Fahrrad dorthin radelte. Ein Muss war aber der Arbeitsvertrag, der in der rötlichen langen Baracke, die von den Buchen und Erlen umsäumt war, geschlossen wurde. Es wurden Einzelheiten besprochen und wieviel Geld ich als 14jähriger in zwei Wochen verdiente. Der anschließende Rundgang durch das Werk war aufregend und spannend: hoch aufgestapelte Lumpenballen, daneben ebenso hoch Papier- und Pappballen; dröhnende Motoren; zwei riesige sich drehende schwarze Räder in einem überdimensionalen Kochtopf; Metallschränke, die einfach so die per Hand hineingeworfenen Lumpen fraßen; riesige Badewannen, in denen grauer Brei schwamm; noch größere Badewannen, in die der fertige Brei floss; zu guter Letzt die Straße der Walzen – mir wurde schwindelig beim Anblick der schnellen Drehungen und Luft bekam ich auch keine, weil überall Dämpfe hinaufstiegen und es eine irre Hitze war.

Ich war voll der Hoffnung, dass ich mit Onkel Udo zusammenarbeiten kann, doch weit gefehlt. Während er an der Walzenstraße stand und darauf wartete, eine fertig aufgewickelte Rolle Rohpappe vom Band zu nehmen, wurde ich eine Metalltreppe hochgeführt, zu den Badewannen. Mein Job war es, den Brei zuzubereiten. Fragt mich nicht nach den Namen des Kollegen, der mir die Anweisungen gab, ich weiß es wirklich nicht, aber es war ein prima Auskommen mit ihm. Ja, was passiert hier? Er führte mich herum und erklärte: „Diese Badewannen 5 an der Zahl heißen Holländer. Zuerst wird Wasser eingelassen (toll, wie zu Hause!), dann kommen Stofffetzen und Papiermehl hinein. Durch die Drehbewegung der liegenden Holländertrommel mit ihren scharfen Messern wird der Brei im Becken angetrieben und gleichzeitig gemahlen. Wenn die Konsistenz erreicht ist, wird er nach unten abgelassen und läuft in eine Bütte. Das ist das sogenannte Vorratslager. Deine Aufgabe ist es, die Metallschächte immer wieder mit den Fetzen zu befüllen und je nachdem 40-60 Schippen Papiermehl in den Holländer zu schippen.“

 

Es war laut hier oben; um sich hören zu können, musste man entweder nah beieinander stehen oder schreien. Der Lärm kam von den liegenden Walzen und deren Antriebsrädern, die ein monotones Geräusch von sich gaben. Insgesamt wurden alle Walzen in dieser Fabrik vom damals größten Elektromotor in der DDR in Bewegung gesetzt; überall sah man das Wellen-, Räder- und Riemensystem. Dieser stand im Heizhaus.

Das Wasser wurde mit einem großen Trichter aus der Gloine gesogen und dem Arbeitsprozess zugeführt. Prima, der Bach war ja gleich nebenan.

„So, der hier ist fertig“, sagte mein Kollege zu mir und zeigte auf den Holländer, „jetzt wird abgelassen.“ Er nahm einen gebogenen Stahl, der für mich wie ein zu groß geratener Feuerhaken aussah, stach damit in den Brei bis auf den Boden, drehte ihn und zog dann eine kleine Stahlplatte empor, den Stöpsel sozusagen. Ziemlich schnell leerte sich der Holländer und war bereit für die nächste Mischung. Erst Wasser, dann die Platte des Schachtes aufziehen, um die Fetzen hinein zu lassen. Nun kam meine Stunde: Mein Kollege schritt voran und wir stiegen die Treppe hoch ins Stofflager. Dieses bestand aus drei Kammern, wovon in jeder nur eine Lampe Licht ins Dunkel brachte. „Aufpassen!“ sprach er, „hier ist der Schacht, nicht dass du da rein fällst!“ und zeigte auf den Boden. „Ich zeige dir, wie viel du diesen befüllen musst.“ Er nahm eine Forke, stach in die losen Haufen und schob die Fetzen in den Metallschlund. Staub auf der Lampe hüllte die Kammer ins Gespenstische und in der Luft schwebend erschwerte er das Atmen. Alles nur, weil ein Gebläse die Fetzen nach oben in die Kammern transportierte. Der Schacht war gefüllt; ob die Berge von Woll- und Stofffetzen jemals verarbeitet werden? Nach dieser Einweisung ging es wieder hinunter. Er kontrollierte jeden einzelnen Holländer und ließ dann und wann die Trommel ein Stück hinab. Dies hatte den Zweck, dass der Durchlass am Boden enger wurde und der Brei weiter zerkleinert. Mit einer Hand strich er durch die Menge und zerrieb eine kleine Probe mit den Fingern. „Hier, in diesen muss jetzt Papiermehl, tu erstmal 40 Schippen rein!“ Welch ein Glück, dass Papier leicht ist, im Nu vermischte sich alles. Diese Arbeitsschritte wiederholten sich mehrmals in den acht Stunden – Brei ablassen, Wasser rein, Stoff rein, zerkleinern, Papier hinzu und warten.

Beim allerersten Gang in diesen Bereich stank es himmelhochwärts, die „Duftnote“ irgendwo zwischen Jauche, angebrannten Lumpen, heiß gewordenem Öl und verschmortem Gummi. Je länger ich mich aber dort aufhielt, desto mehr gewöhnte ich mich daran. Irgendwann störte es mich nicht mehr, es war halt so. Für Abhilfe sorgten die ständig geöffneten Fenster oder Türen, ein stetiger Windzug strich durch das Werk.

 

Nun ist es über 30 Jahre her, dass ich an der Herstellung von Rohpappe beteiligt war und von meiner Arbeit zu berichten wusste. Um ganz sicher zu gehen habe ich Udo gefragt und Tatsache, er konnte sich noch genau erinnern. Beginnen wir ganz am Anfang: Laster brachten jede Menge alte Bekleidung, Stoffe in allen Varianten und Papier/Pappe, die auf dem Hof als Stapel aufgetürmt wurden. Zuerst genanntes kam in einen Raum, in dem 2 große Schredder standen, die „Haarschneider“. Nach dem In-Stücke-schneiden wurden sie durch Rohre mit Hilfe von Pressluft in die Kammern befördert. Der Koller mahlte mit seinen zwei großen und schweren Basalträdern das Papier und die Pappe zu einer mehlartigen Masse, welches dann seine Reise auf einem Förderband hoch zu den Holländern nahm.

 

Der Antriebsmotor des riesigen Mahlwerkes befand sich unterhalb der großen schwarzen Schüssel im Keller. Der Boden bebte, wenn die beiden Räder sich drehten und laut war es auch.

Der Weg vom Brei zur Rohpappe: Nach dem Ablassen aus den Holländern floss er in eine große Bütte und gelangte über ein Schöpfwerk in die kleine Bütte. Dieses besaß auch ein Schöpfwerk, nur etwas kleiner. Die Kellen trugen den Brei in eine schmale Rinne, aus der er gewollt überlief und sich sehr langsam auf einem Rüttelsieb ausbreitete, um sich gleichmäßig zu verteilen und das Wasser abzuziehen. Dies war für den nächsten Schritt sehr wichtig: Die Rohmasse wurde nun der Walzstraße auf einer breiten gummierten Matte zugeführt. Anfangs noch auf dieser Matte zog sich die Rohmasse nach dem Pressen und Erhitzen ohne Hilfe über alle anderen Walzen, bis sie schlussendlich als fertige Rohpappe im bläulichen Grauton auf eine Papphülse aufgespult worden ist.

 

Eine fertige Rolle wog 300kg, hatte einen Durchmesser von ca. einem Meter und war 1,30m hoch. Auf eine Papierhülse wurden ca. 60m Rohpappe aufgespult. In einer Schicht wurden 35 Rollen plus/minus hergestellt. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Menge der produzierten Rollen.

 

Zeit

Anzahl Rollen

Masse in t

Länge nebeneinander/ausgerollt

8 Stunden

35

10,5

0,035 km / 2,1 km

24 Stunden

105

31,5

0,105 km / 6,3 km

1 Woche (5 d)

525

157,5

0,525 km / 31,5 km

4 Wochen

2.100

630,0

2.1 km / 126 km

1 Jahr

109.200

32.760

109,2 km / 6.552 km

10 Jahre

1.092.000

327.600

1.092 km / 65.520 km

20 Jahre

2.184.000

655.200

2.184 km / 131.040 km

30 Jahre

3.276.000

982.800

3.276 km / 196.560 km

 

Es fehlt nicht viel an 1 Million Tonnen Rohpappe in 30 Jahren. Würde man sie beginnend ab dem nördlichsten Punkt Deutschland (Insel Sylt nördlich von List am Ellenbogen) bis zum südlichsten Punkt (Haldenwanger Eck südlich von Oberstdorf) nebeneinander stellen, entspräche das die fast vierfache Nord-Süd-Strecke. Ausgerollt könnte man 5mal den Äquator umkreisen.

In zwei Wochen war ich nach Stunden gerechnet an der Produktion von 350 Rollen mit einem Gewicht von 105 t beteiligt. Eigentlich `ne stolze Leistung für einen damals 14-jährigen und Spaß hat es alle Mal gemacht. Für eine Woche durfte ich sogar in der Nacht arbeiten, was damals für Ferienarbeit verboten war. Das Beste war natürlich die Lohntüte; oh ja, damals gab es die noch! Der Stundenlohn betrug ca. 2,60 Mark, alles in allem für 3 Wochen mit Nachtzuschlag 330 Mark.

 

Mario Jahn (Möhre)

 

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Foto zu Meldung: Die Papiermühle zu M´forth

Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr

(11.07.2016)

Erwerb der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr in Görzke

 

Die monatelangen Trainingsstunden hatten sich gelohnt. Am Sonnabendvormittag beteiligten sich neun Teilnehmer der Jugendfeuerwehren aus dem Amt Ziesar zum Erwerb der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehren. Alle Teilnehmer erreichten die geforderten Leistungen und können jetzt mit Stolz sagen, wir sind gut für den Einsatz in der Feuerwehr ausgebildet. Insgesamt beteiligten sich ca. 30 junge Feuerwehrteilnehmer - unter anderem auch aus der Region Potsdam. Austragungsort war der Sportplatz in der Gemeinde Görzke. Das Ablegen der Leistungsspange erfolgt einmal im Jahr.

 

Der stellvertretender Amtswehrführer Andreas Linsdorf von der Feuerwehr Wenzlow trainierte seit Mai jeden Freitag mit den Jugendlichen. „Die Anforderungen an die Leistungsspange sind hoch. In der Gruppe müssen die Teilnehmer fünf verschiedene Disziplinen absolvieren. Sie mussten über ein ausreichendes feuerwehrtechnisches und allgemeines Wissen und Können verfügen. Gefragt waren auch Schnelligkeit, Ausdauer und Sportlichkeit“, sagte Linsdorf. Unterstützung erhielt Linsdorf von den Jugendwarten Andre Krankemann von der FFW Bücknitz und Robert Utermark von der Glienecker Feuerwehr.

„Die Schwierigkeit bestand darin, die jungen Feuerwehrleute, die aus den unterschiedlichen Jugendfeuerwehren kamen, zu einem Team zu bilden. Gemeinsam trainierte sie die Disziplinen, um am Ende als geschlossene Gruppe beim Ablegend der Leistungsspange anzutreten. Sie haben es geschafft und ich bin auf ihre erreichten Ergebnisse sehr stolz“, lobte die Amtsjugendwartin der Feuerwehren des Amtes Ziesar, Rosita Herzog, die Leistungen ihrer Schützlinge.

 

Die Abnahme der Leistungsspange hatte Rolf Stagneth aus Erkner unter sich. Fünf Wertungsrichter aus den Feuerwehren Potsdam, Wusterwitz und Erkner wachten mit strengem Auge auf die Absolvierung der fünf Disziplinen. Die 16- und 17Jährigen mussten ihre Stärken in einer Schnelligkeitsübung, beim Kugelstoßen, beim 1500 Meter Staffellauf und beim Löschangriff beweisen. Das fachliche Wissen über die Feuerwehr und das Allgemeinwissen wurden auch überprüft.

Die Leistungsspange erhielten von der Jugendfeuerwehr Glienecke

Niklas Pohle, Lucas Grewatsch, Martin Gericke,

von der Köpernitzer Jugendfeuerwehr

Karsten Hädicke,

der Jugendfeuerwehr Bücknitz

Lars Hoffmann, Mark Hoffman, Celina Heinrich und Melissa Heinrich.

Von der Jugendfeuerwehr Wollin beteiligte sich Peter Reinecke.

Die neun Teilnehmer sind seit fünf bis sieben Jahren Mitglied in den Jugendfeuerwehren. Alle erhielten eine gute Ausbildung. Sie wollen nun ihre Erfahrungen und ihre gewonnenen Eindrücke an die anderen Kameraden in den Jugendfeuerwehren im Amt Ziesar weitergeben, damit auch im nächsten Jahr wieder eine Gruppe an der Ablegung der Leistungsspange teilnehmen kann.

 

Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung für ein Mitglied der Deutschen Jugendfeuerwehr.

 

S. Zimmermann

[Bild von der Veranstaltung als Datei]

[Mehr zur Leistungsspange]

Foto zu Meldung: Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr

Neue Schulhofgestaltung endlich möglich

(06.06.2016)

Übergabe des Fördermittelbescheides für die Oberschule Ziesar

 

Lange hat der  Kampf um die Möglichkeit der Schulhofgestaltung in Ziesar gedauert. Nun wird es mit der Übergabe des Fördermittelbescheides durch das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft möglich. Fast täglich erlebbar gleicht nach starkem Regen ein Großteil des Schulhofes eines kleinen Sees. Spiel-,  Kind- und jugendgerechte Spiel- und Sitzmöglichketen gibt es nur wenige, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder fehlen.  Das soll nun mit der Umgestaltung des Schulhofes ein Ende haben.

Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger überreichte am Montag in der Oberschule Ziesar im Beisein von Amtsdirektor Norbert Bartels und Schulleiterin Kerstin Riemer den Fördermittelbescheid von 198500 Tausend Euro für Baumaßnahmen im Umfeld der Thomas-Müntzer – Oberschule mit Grundschule Ziesar.  Der Landesanteil kommt aus dem Programm LEADER/ländliche Entwicklung und wird aus Landesmitteln und Geld aus dem EU-Agrarfonds ELER bereitgestellt. Das Amt Ziesar als Schulträger steuert ca. 67 000 Euro Eigenmittel dazu.

„Seit fünf Jahren kämpften Eltern und Schüler für die Umgestaltung des Schulhofes in Ziesar. Die Schüler fertigten Plakate an, demonstrierten sogar und kamen bis zu meinem Amtssitz auf der Burg Ziesar, um mir ihre Vorstellungen vom Aussehen ihres Schulhofes zu übergeben. Wir haben die Plakate an die LAG geschickt und es hat gefruchtet“, sagte Amtsdirektor Norbert Bartel vor den Schülern und einigen Vertretern des Ministerium, der LAG, der Schule, der Stadt und dem Schulförderverein. „Liebe Kinder, das machen wir für euch. Das Geld ist hier in der Stadt Ziesar im ländlichen Raum gut angelegt und es werden damit erfolgreich die Missstände auf dem Schulhof beseitigt“, erklärte Minister Jörg Vogelsänger den Schülern.  

Bei einem Rundgang über das Schulgelände zeigte Schulleiterin Kerstin Riemer den Anwesenden was durch frühere Fördermittel bereits alles verändert werden konnte. Die Umgestaltung des Grünen Klassenzimmers, das von den Siebtklässlern in binnen einer Woche geschafft wurde oder die Anlegung eines Schulgarten waren nur einige. Die Bläserklasse der 6. Klasse begrüßte Vogelsänger mit den Titeln Playing Together und Heavy Metall  musikalisch. „Das ist ein weiteres  Merkmal unserer Schule die Ausbildung an Musikinstrumenten“, sagte Riemer zu den Anwesenden. „Die Umgestaltung des Schulhofs passt auch in das neue Konzept des Ganztages, das mit dem neuen Schuljahr an der Oberschule greift. Unsere Schüler werden von der ersten bis zur zehnten Klasse von 6 Uhr bis 17 Uhr betreut. Offizieller Baubeginn der Schuhofumgestaltung soll im Juli 2016 sein. Die Fertigstellung der Umgestaltung des Schulhofes ist mit Beginn des neuen Schuljahres festgelegt“, sagte Primarstufenleiterin Sabine Schildt.

 

Silvia Zimmermann

Foto zu Meldung: Neue Schulhofgestaltung endlich möglich

Gruß von der Schachbrettblumenwiese

(03.05.2016)

In den letzten Tagen fanden mehrere geführte Wanderungen zur Schachbrettblumenwiese statt. Mit knapp 3000 Blüten und 4 Albinos war es ein hervorragendes Jahr für Blumenfreunde und den Kultur- und Heimatverein Ziesar.

Die offizielle Wanderung zählte gut 200 Teilnehmer, die vom Bahnhof Ziesar zu der legendären Wiese in der Randlage der Stadt pilgerten.

Silvia Zimmermann, Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins hat ihre Eindrücke auf einem Bild festgehalten und stellt dieses hier als Bild und Datei zur Verfügung.

[Bilddatei im jpg-Format (3,41MB)]

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Abschied von Sabine Roeseler

(27.04.2016)

Wir nehmen Abschied von

Sabine Roeseler

 

 

 

 

Mit ihrem positiven Wesen, ihrem Fleiß und ihrer Zuverlässigkeit war sie über 20 Jahre lang die Stütze der Ziesaraner Bürgermeister und Stadtverordneten als Mitarbeiterin und Freundin.

 

 

Mit 53 Jahren verließ uns Sabine Roeseler viel zu früh und urplötzlich am 21. April 2016.

 

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen.

 

Im Namen aller Betroffenen

Dieter Sehm / Bürgermeister

 

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Projekt "Messias" - Sangesfreunde gesucht

(09.01.2016)

Für die im Januar beginnenden Proben von Händels "Messias" des Projektchores des evangelischen Kirchenkreises Elbe-Fläming (Leitung Thorsten Fabrizi) werden noch immer sangesfreudige und ambitionierte Bürger des Umlandes gesucht. Das Konzert selbst findet am 22.Mai 2016 in Möckern statt.

Dazu dieser Probenplan:

 

Probenplan Messias 2016

Phase 1
Beginn ist im Januar.

Im Januar werden 3 Proben in Region A und 3 Proben in Region B anJeder kann sich aussuchen, wo er zur Probe geht. Diejenigen, die lieber öfter üben, können auch jeweils beide Proben besuchen. Es werden die gleichen Stücke geprobt. Ende Januar gibt es dann eine erste Gemeinschaftsprobe, die für alle ist.

14.1. Ziesar/ 15.1. Möckern
21.1. Ziesar/ 22.1. Möckern
28.1. Ziesar/ 29.1. Möckern
30.1. Gemeinschaftsprobe in Möckern

Dann gibt es einige probenfreie Wochen. Es folgt...

Phase 2
18.2. Ziesar/ 19.2. Möckern
25.2. Ziesar/ 26.2. Möckern
3.3. Ziesar/ 4.3. Möckern
5.3. Gemeinschaftsprobe im Kulturhaus Drewitz

Es folgt eine Pause wegen Ostern und Ferien. Weiter geht's mit...

Phase 3
Ab jetzt gibt es nur noch Gemeinschaftsproben. Drei Freitage im April. Bei Bedarf kann noch einer der darauf folgenden Samstage als Sonderprobe angesetzt werden. Ich möchte mit dem Chor in dieser Probenphase zum ersten Mal in Erscheinung treten und einen Gottesdienst in der Region mit einigen einfachen Chorälen mitgestalten.

15.4. Gemeinschaftsprobe in Ziesar
22.4. Gemeinschaftsprobe im Kulturhaus Drewitz
24.4. Singen im Gottesdienst in Drewitz
29.4. Gemeinschaftsprobe in Möckern

Es folgt eine Pause wegen der Feiertage und Pfingstferien und geht weiter mit...

Phase 4
18.5. Gemeinschaftsprobe in Möckern
20.5. Gemeinschaftsprobe in Möckern
21.5. Generalprobe in Möckern

22.5. Konzerte 11:00 Uhr Wollin Ev. Kirche, 17:00 Uhr Möckern Ev. Kirche St. Laurentius

Freitagsproben von 19:00-21:30 Uhr, Samstagsproben von 14:00-17:00 Uhr.

Proben in Möckern finden statt im Evangelischen Gemeindehaus, Kirchstraße
Proben in Ziesar finden statt im Kloster

 

Interessierte melden sich bitte bei:

Thorsten Fabrizi, thorsten@fabrizi.info

Tel.0179/4972360 oder einfach zur Probe kommen.

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Seltener Bockkäfer in Ziesaraner Garten

(30.07.2015)

Einen selbst im Kiefernland Brandenburg seltenen Bockkäfer entdeckte das Ehepaar Seiler in Ihrem Garten. Das mit 6 Zentimetern Länge imposante Exemplar eines Mulmbockweibchens (Ergates faber L.) hatte sich wohl im Sturm verflogen - entwickeln sich die Tiere doch bevorzugt in älteren Kiefernbaumstümpfen auf Kahlschlägen. Die sehr agilen Larven verpuppen sich nach einem Zeitraum von 3-4 Jahren und können bis zu 8 Zentmeter lang werden. Nachgewiesen wurde er unter anderem im weitläufigen Forst um die "Neue Mühle" (BRB).

 

Steffen Huber

[Artikel zum Tier auf Wikipedia]

Foto zu Meldung: Seltener Bockkäfer in Ziesaraner Garten

In der Märkischen Volksstimme gefunden: Schwimmfest 1985

(14.06.2015)
Jugendklub sorgte für einen unterhaltsamen Sonnabend

Unter diesem Titel wurde am 2. August 1985 in der Märkischen Volksstimme der Artikel über das Schwimmfest in Ziesar veröffentlicht. Geschrieben hat ihn Torsten Leddin - jeder kennt ihn als den Ziesaraner Reporter. Irgendwann bei einer Suche nach diesem oder jenem fiel diese halbe Seite in meine Hände. Erinnerungen wurden an die tolle Jugendzeit wach. Für alle, die es auch nochmal nachfühlen möchten.


 

 

 

 

 

 

 

 

Schwimmfest fand Anklang / 100 Mark für die Solidarität

 

Ziesar (VK). Premiere hatte am 20. Juli das Schwimmfest im Freibad, das von nun an in jedem Jahr stattfinden soll. Bereits im April begannen die 32 Mitglieder des Jugendklubs mit den Vorbereitungen für diesen Tag. Mit Unterstützung der LPG Pflanzenproduktion wurde ein Floß gebaut. Zu den organisatorischen Vorbereitungsarbeiten gehörten die weitere Aufgabenverteilung sowie die Erarbeitung eines Programms. In Ordnung gebracht wurden auch sämtliche Anlagen im Schwimmbad. Finanzielle Unterstützung erhielten die Jugendfreunde vom Kreiskulturbund.

 

 

Nun war es endlich soweit, das Wetter war gut, mit dem Programm konnte begonnen werden. Heimo Ludwig, Vorsitzender des Jugendklubs, eröffnete das Fest. Anschließend meldete sich Neptun, der zusammen mit seinen Häschern auf dem Floß übers Schwimmbad „segelte“, zu Wort. In selbstangefertigten Kostümen und bunt geschminkt hielten sie Einzug.

 

 

 

Die kuriosesten Namen gab Neptun mit entsprechendem Zeremoniell den jungen Besuchern. Zum Schwimmwettkampf in drei Altersgruppen wurde danach aufgerufen. Die Beteiligung war groß. Ebenfalls gab es einen Wettstreit im Tischtennis, Wett- und Tieftauchen sowie im Wettschwimmen und Rettungsballzielwurf. Die Besten erhielten jeweils anerkennende Preise. Hilfe leistete bei dem fairen Wettstreit Schwimmeister Detlef Beyer.

Das Tagesprogramm wurde gestaltet vom Jugendblasorchester mit Musik und von einigen Jugendfreunden mit zahlreichen lustigen Sketschen. Für Getränke sorgte Peter Garbrecht, Gaststättenleiter im Klubhaus. Selbstgebackenes gab es auf einem Kuchenbasar, der einen Erlös von 130 Mark erbrachte. 100 Mark überweist der Jugenklub auf das Solidaritätskonto. Besonders für die Kinder war dieser Tag ein lustiger.

 

Torsten Leddin

 


Auf dem Foto sind zu sehen (v.l.n.r):

Möhre (stehend), Mädchen (sitzend, wie hieß sie noch?), Ingo Leffs (stehend), Neptun Holger Peters, das „Opfer“ kniend vor Neptun zum Empfang der Taufe, Manuela Strübing, Klaus-Peter Klein, Rene Opitz

 

Euer Möhre

[Artikel der MV als pdf]

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Wo stand Petzold?

(26.03.2015)

Wo stand Petzold und sah das Motiv für den Kupferstich?

 

Eine interessante Frage, die ich mir beantworten wollte. Im Zeitalter des Internets prasseln die Informationen nur so auf einen ein - es gibt fast nichts, was das Net nicht weiß. Behilflich bei der Suche nach seinem Standort waren zu allererst sein Motiv, der Kupferstich aus dem Jahre 1770. An anderer Stelle sind sogar die Jahreszahlen 1710 und 1686 angegeben, also 84 Jahre früher. Darüber streiten heute noch die Gelehrten. Des Weiteren nahm ich alte Fotos, den Brandenburg Viewer (im Netz als Service des Landes Brandenburg) und GoogleEarth zu Hilfe. Wichtig dabei waren die markanten Punkte Heilig Kreuz Kirche und der Bergfried. Eine Ecke der Heilig Kreuz Kirche zeigt genau zum Betrachter, links von der Ecke 4 Fenster und rechts zwei, d.h. links die längere Seite und rechts die kürzere der Kirche. Der Bergfried sowie die Kapelle befanden sich auf einer Horizontalen, zumal der damalige Turm der Kapelle nicht mehr vorhanden ist. Lediglich die Zinne bietet dem Betrachter einen Suchpunkt, die dem Storch manchmal als ein guter Ausguck dient. Gemäß den Vorgaben der Mathematik sowie der Optik, zieht man auf GoogleEarth in Gedanken eine Linie ab dem am weitesten vorragenden Gebäudeteil, an der Heilig Kreuz Kirche diese schon erwähnte Ecke in Richtung Südwesten. Ab dem Bergfried beginnt die Linie und wird nach Westen gezogen. Die dann erzeugte Schnittstelle beider Linien ist der Punkt, den ich suchte.

Potztausend, ständig bin ich da vorbeigekommen, damals, als ich noch in Ziesar wohnte. Vergleicht man den Kupferstich mit den heutigen Gegebenheiten, so wird man feststellen, dass es nur der Weg vom Schützenhaus zum verlängerten Mühlentor sein kann, an deren linke Seite sich die kleine Anhöhe zeigt, welche gleichzeitig als Einfassung des Sportplatzes dient. Irgendwo da oben hat er gestanden, der Herr Petzold, als er wohl von Magdeburg kam und Ziesar das erste Mal bestaunte. Stadt der sieben Türme wird sie genannt – er hat sie in Kupfer verewigt. Vier davon sieht man an der Burg, dann der Storchenturm, in dessen Verließ der Räuber Caspar Gans von Putlitz angeblich gefangen gehalten wurde, ein weiterer am ehemaligen Wirtschaftsgebäude und letztlich die Heilig Kreuz Kirche.

 

Stimmen Sie mir zu? Vergleichen Sie selbst, schauen Sie sich den Kupferstich an und spazieren zum Schützenhaus.

Mario "Möhre"

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Erster Spatenstich für den Radweg Richtung Schopsdorf

(10.04.2014)

Ein denkwürdiger Tag für die Ziesaraner ist dieser 10.April 2014, an dem endlich der langersehnte Bau des Radweges in Richtung Schopsdorf mit einem symbolischen Spatenstich begonnen wurde.

 

Die für Radfahrer extrem gefährliche Strecke zu den Gewerbegebieten war in den vergangenen Jahren durch die Stadt immer wieder angemahnt worden. Das Land zog nun den Radweg der Baumaßnahme L93 vor und der Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg Jörg Vogelsänger ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Bürgermeistern von Ziesar und Genthin (ehem.Schopsdorf) den "ersten Spatenstich" zu vollführen.

 

Die gut 2km lange Strecke kostet ca. 850.000,- Euro. Trotzdem bat Dieter Sehm den Minister, nicht den Radweg Ziesar - Wusterwitz aus den Augen zu verlieren.

 

In geselliger Runde genehmigte man sich im Anschluß noch einen kleinen Imbiß...

 

Steffen Huber

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Metalldiebe (?) stehlen Gullydeckel in Ziesar

(05.04.2014)

Rücksichtslose Metalldiebe haben nun auch in aller Öffentlichkeit zugeschlagen.

Am heutigen Sonnabendvormittag (05.04.14)  wurden mehrere Gullydeckel der Regenwassereinläufe von Unbekannten entfernt. Insbesondere die Wallgrabenstraße ist hierbei betroffen.

Ein aufmerksamer Anwohner informierte Herrn U.Lewandowski, der sofort reagierte und die Gefahrenstellen absicherte. Desweiteren verschwanden je ein Deckel am Bahnhof und in Grebs.

 

Anwohner, die etwas dazu beobachtet oder Informationen dazu haben, werden gebeten ihr Wissen am Montag dem Bauamt im Amt Ziesar weiterzugeben:

Tel.: 033830 654213 oder 654214

 

S.Huber

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Das Branchenbuch auf ziesar.de

(14.03.2014)

Das Branchenbuch auf unserer kommunalen Webseite gibt es bereits sehr lange. Es soll Suchenden und Verirrten helfen, den richtigen Ansprechpartner schnell zu finden.

 

Da der Grundeintrag kostenlos ist und zumeist ehrenamtlich eingepflegt und gepflegt wird, ist die Zuarbeit durch die ortsansässigen Firmen besonders wichtig.

Aktuell wurden durch mich viele Änderungen, Löschungen und Neueintragungen vorgenommen.

 

Suchen Sie selbst einmal nach Ihrer Firma unter der Rubrik "Unternehmen" und sollten Sie trotz Firmensitzes in Ziesar und den Ortsteilen noch fehlen oder sich ein Fehler eingeschlichen haben, bitte ich Sie, folgende Kontaktmöglichkeit zu nutzen -> [klick mich]

Sie können jedoch auch an mich eine email schreiben -> [klick mich]

 

Steffen Huber, Ziesar

 

 

Foto zu Meldung: Das Branchenbuch auf ziesar.de

Heimatforschung: Wer befestigte den Wasserpuhl?

(20.01.2014)

Südwestlich der Stadt, ca. 600m vom Ortsausgang in Richtung Schopsdorf am Rande der Alten See, liegt am Naturlehrpfad eine kreisrunde Senke von annähernd 60cm Tiefe. Diese Senke ist zum Teil mit Findlingen befestigt. Nach Erinnerungen suchend fiel mir ein, dass wir als Kindergartenkinder zusammen mit Frau Franke oder Frau Wendler die Natur auf dem Lehrpfad erkundeten und meist bis zum 2. Hölzchen spazierten. Jeder war stolz, der die Erste-Hilfe-Tasche tragen durfte. Dort stand bis vor wenigen Jahren eine nach zwei Seiten offene Hütte mit Tisch und Holzklötzen als Sitzgelegenheit. Immer, wenn wir dort ankamen, wurde Rast gemacht. Die von den Müttern geschmierten Stullen wurden aus den Brotbüchsen geholt und genüsslich verzehrt. Die Kindergärtnerinnen brachten den Tee mit, so dass unser Durst gelöscht wurde. Nach ausreichendem Spiel an der Luft und auf einem langen Baumstamm, den man erklimmen und von dem man ins weiche Moos springen konnte, hieß es wieder „Kindergartenwärts“.

Dabei kamen wir an dieser Senke vorbei und jedesmal sprangen wir hinein. Die Atmosphäre verzauberte immer wieder - jemand sprach vom Froschkönig und dass das hier sein Brunnen war. Selbst die Brunnensteine kann man noch anfassen. Der Boden der Senke war immer sauber, d.h. es lag kein Laub und wie letztens gesehen, kein Müll darin, als wenn jemand die Senke immer sauber gehalten hätte. Durchaus möglich, dass die damaligen Mitglieder des Vereins Naturlehrpfad vieles bereinigten oder reparierten.

 

Wieder im Lande, genau am 7. März 2013 zu Omas Geburtstag, suchte ich die Senke auf. Dazu noch `ne Vorgeschichte zum Schmunzeln: Ich kramte in den Erinnerungen und versuchte, den Ort wieder zu finden. Selbst auf Google Earth war die Senke nicht zu sehen. So fuhr ich dann 2012 bis zum ehemaligen Bahnübergang der Linie Ziesar-Güsen und fuhr rechts auf den Weg ein, der bis zum Ufer der ehemaligen Alten See führt. Dort ging ich nach rechts, meinen Kinderspuren sozusagen nach, auf eine kleine Anhöhe, die sich an dieser Stelle der Alten See wie eine schützende Uferbefestigung befindet. Man kam sich nun wieder wie im „Märchenwald“ vor: Hohe und vor allem alte Bäume standen obenauf, einige waren im Laufe der Jahre umgestürzt und versperrten den Weg. Ich lief weiter und weiter und fand aber die Senke nicht. Die Anhöhe hinunter und wieder hoch, doch die Senke blieb verschollen. So brach ich die Suche ab. Ein Jahr später fragte mein Vater nach, ob ich denn die Senke schon gefunden habe, was ich mit nein beantworten musste. Da fuhren wir beide los und hielten genau an der Senke an. Komisch, dachte ich, an dieser Stelle hätte ich sie nicht vermutet. Aber sie war dort, die Senke, unser „Froschkönigbrunnen“. Diesmal musste ich nicht springen, sondern konnte einen normalen Schritt in die Mitte tun. Soviel Laub (und Unrat) hatte sich in vielen Jahren in der Mitte gesammelt, selbst die Steine fühlten sich nicht mehr so hoch an.

Es stellte sich die Frage, wie diese Senke entstanden ist, ob sich darin Wasser hielt und vor allem, wer die Findlinge im Kreis rum gelegt hat. Mein Vater sprach von einer Sage oder Geschichte, die man im hiesigen erzählt. Vor vielen Jahren soll ein dem Wein stark zusagender Postkutscher samt Kutsche in den Wasserpuhl gestürzt und ertrunken sein.  Weiteres konnte er auch nicht sagen. Hm, keine Antworten auf meine Fragen - wie nun weiter? Zuerst mal „Omma“ besucht, dann gefragt, aber sie wusste auch nur von diesem Postkutscher. Im Seniorenheim fand sich kein Bewohner, der mir zur Senke Hinweise geben konnte. Mein Vater riet mir, Frau Sieglinde Wendt, damalige Bürgermeisterin, zu befragen.

Das tat ich dann auch. Das Gespräch war angenehm und sie erfreut über den Anruf, dennoch kam ich auch nicht weiter.

 

Wenig später las ich auf der Ziesaraner Homepage folgenden Eintrag:

578: Rose Scheimann                                                                       14.02.2013, 04:47 Uhr

„Herzliche Gruesse an alle Ziesaraner. Ich verbrachte meine Kindheit in Ziesar. 1934-1943
Mein Name war Schulze und wir wohnten bei Zagermann in der Bahnhofstr. Ich lebe seit 1952 in Australien.“

 

Gut, dass Frau Scheimann ihre E-Mail-Adresse angegeben hat. So konnte ich sie anschreiben. Wie gesagt, sie lebt ja in Australien, aber dank des Internet ist das wohl keine Entfernung mehr.

 

Zu ihrer Person fand ich im Oranienburger Stadtmagazin (Juni 2011) einen Artikel (pdf-Datei) mit der Überschrift  „... dass einst Weinbergschnecken unseren Schlosspark bewohnten?“, aus dem ich zitiere:

 „Am 29.12.1930 wurde ich in Oranienburg geboren. Ein kleines Haus in der Nelkenstrasse sah meine ersten Schritte. Nur wenige Jahre sollte ich ein Oranienburger Kind bleiben.

Politik begann die ersten Schatten auf unser Leben zu werfen. Mein Vater, Wilhelm Schulze, war Buchdrucker bei der Oranienburger Zeitung und ebenfalls Vorsitzender bei der Buchdrucker-Vereinigung. Sozial ausgerichtet, wurde er dank einer Verleumdung einer der ersten Maenner, die in dem gerade errichteten Konzentrationslager inhaftiert wurden. Dank der Bemuehungen von Familie und Kollegen wurde er nach zehn Tagen wieder entlassen; aber wie das damals so war, der Verleumder hatte nun die Stellung meines Vaters. Er ging Stubben buddeln und entschloss sich, in die Stadt seiner Geburt und Ausbildung, Ziesar, zurueckzugehen und eine Stellung beim Anzeiger anzunehmen bei der Druckerei W. Leddin.“

Und weiter:

„Im September 1945 zog ich nach Berlin-Spandau, um eine Ausbildung als Krankenschwester zu beginnen. Nach bestandenem Examen wanderte ich 1952 nach Australien aus.

Ich lebe in Brisbane, der Hauptstadt des Staates Queensland. Seit 1979 schreibe und praesentiere ich woechentliche Sendungen in deutscher Sprache bei Radio 4EB FM 98.1 hier. Interessenten finden uns unter: www.4eb.org.au.“

Ich fragte sie nach ihren Kindheitserinnerungen und nach diesem Wasserpuhl.

Folgendes schrieb sie zurück:

„Urspruenglich hatten Sie nach Kindheitserinnerungen gefragt. Eine Kindheit in den Dreissigern und Vierzigern in einer kleinen Provinzstadt war nicht sehr abwechslungsvoll und doch habe ich liebe Erinnerungen daran. Damals war es noch moeglich, vor dem Haus von Zagermann ein Seil ueber die ganze Bahnhofstrasse zu halten, an einem der Lindenbaeume zu befestigen, so dass alle Kinder aus der Umgebung Seilspringen konnten. An schoenen Tagen flanierten wir die Strasse rauf und runter mit unseren Puppenwagen. Ich hatte einen Ball, was damals sehr wichtig war und das gab uns die Moeglichkeit auf dem Bahnhofvorplatz Voelkerball zu spielen. Im Allgemeinen wurde unsere Zeit durch die …jugend gepraegt. Sport, Gelaendespiele, Camping in Scheunen benachbarter Doerfer, Gruselgeschichten dabei. Dazu kamen kriegsbedingte Arbeiten. Zum Beispiel wurde die ganze Schule eingesetzt, durch Kartoffelfelder zu gehen und nach Kartoffelkaefern suchen, die angeblich der Feind gestreut hatte. Da mussten Rueben verzogen und Garben gebunden werden. Das machte einen Besuch im Schwimmbad abends beinahe notwendig.“

„Ihre Frage betreffend, kann ich Ihnen warscheinlich helfen. Ich stehe seit Jahren mit einem Bekannten in Briefwechsel. Staunen Sie - Der Herr wohnt in Schopsdorf. Er hat sein Leben lang die Umgebung von Schopsdorf erforscht. Da wird es wohl keinen Quadratmeter geben, wo er nicht nach archaeologischen Funden gesucht hat. Heimatkunde ist sozusagen sein Hobby. Der Name ist Gustav Fluegge, Schopsdorf, 85 Jahre alt und Witwer.“

Frau Scheimann ist sogar noch im Besitz ihrer Freischwimmerurkunde, unterzeichnet von Herrn Lessman. Zum besagten Wasserpuhl also konnte sie mir nicht weiterhelfen, aber zum Leben zur damaligen Zeit allemal. Ihrem Hinweis zufolge nahm ich das Telefon zur Hand und sprach mit Herrn Flügge. Ich richtete ihm herzliche Grüße von Frau Scheimann aus, worüber er sich sehr freute.  Tatsächlich hat er seine Heimat erkundet, aber so weit bis Ziesar, also ins 2. Hölzchen oder zum Wasserpuhl, kam er denn doch nicht. Dieser war ihm völlig unbekannt. Ich kam mit meinen Forschungen nicht weiter; niemand mochte daran Erinnerungen haben oder etwas wissen. Irgendwann meinte mein Bruder, dass ich doch Herrn van Loh (von Loh), den Glasermeister in der Schloßstraße, der ihm gegenüber wohnt, mal fragen sollte. Er ist Mitglied im Heimatverein und könnte dazu vielleicht doch was sagen. Also rief ich ihn an und wir unterhielten uns lange. Er selbst Jahrgang 1944 habe am Wasserpuhl als Kind gespielt und meinte, dass es ein Teich, wenn auch ein kleiner war. Ob die Findlinge dort schon lagen, vermochte er nicht zu sagen. Auch sprach er von dem betrunkenen Reiter, der dort reingefallen sein soll. Desweiteren wusste er zu berichten, dass in den 1920ern am Weg vor dem Teich eine Bank aufgestellt worden war. Den Witterungseinflüssen ausgesetzt musste sie 1973 erneuert werden, als insgesamt am Naturlehrpfad mehrere Bänke als Ruhestellen gesetzt wurden. Er beschrieb auch die Fundstelle des Einbaums, der von Werner Wendisch und Otto Dietz gefunden wurde. Zum Ende gab er den Tipp, Herrn Horst Hoffmann, Paplitzer Chaussee, zu fragen. Klaro, der Herr war ja früher mein Nachbar. Bei einem nächsten Besuch zu meinen Eltern ging ich nach nebenan. Zum Glück war er da, aber dennoch konnte er mir nicht helfen. Er meinte, dass der Wasserpuhl um die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts schon da gewesen sei, aber wer die Findlinge dort abgelegt hatte, wusste er auch nicht.

Insgesamt gesehen gibt es bislang niemanden, der zu diesem „Froschkönigbrunnen“ Einzelheiten über Entstehung oder Bau geben kann. Es ist durchaus vorstellbar, dass es ein Teich zu Zeiten der Alten See war, als sie noch Wasser führte und dieses in die Senke gedrückt wurde. Ich bin allen dankbar, die sich daran erinnern und mir es mitteilen könnten. Dann könnte man dem „Geheimnis“ des Wasserpuhls auf den Grund kommen.

Dieses „Geheimnis“ betreffend und dem Umstand des betrunkenen Reiters habe ich eine kleine Sage geschrieben, die Sie, liebe Leser im Anhang finden. Herr Huber als „Wächter“ der Ziesaraner Homepage, wollte dies so einrichten. Ein Hinweis von ihm: Das erste und zweite Hölzchen sind zur damaligen Zeit als Flaniermeile zu Spaziergängen genutzt worden. Das erste Hölzchen ist  hier der Bereich um das Schützenhaus, dem ehemaligen Klubhaus.

 

Autor: Mario Jahn „Möhre“

[Der tiefe Brunnen bei Zigesar]

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Husky zugelaufen!

(09.01.2014)

Es wurde eine Husky Hündin gefunden - leider ist sie nicht gechipt!!!
Sie wurde am 31.12.2013 gegen Nachmittag, zwischen Köpernitz und Ziesar auf dem Radweg gefunden!!!
Sie ist total lieb und hört aufs Wort, die Besitzer suchen sie bestimmt. Bitte helft der süßen Maus!!!
Wer diese Hündin kennt bitte unter

016092766627 oder 033830-60551 anrufen!!!

[[ein weiteres Bild]]

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Historischer Adventskalender

(02.12.2013)

Den "Historischen Adventskalender", den die Mitgliedsstädte der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg in jedem Jahr organisieren, gibt es nun bereits

seit 10 Jahren

Vom 1. bis 24. Dezember präsentiert sich den Zuschauern täglich in einer anderen Altstadt der Mitgliedsstädte ein "Adventstürchen" eines Gebäudes mit besonderer Bedeutung.

Dem Anlass gerecht werdend, soll im Jubiläumsjahr vorzugsweise ein 10-jähriges (Geburtstags-)Kind eine zentrale Rolle spielen.

 Vielleicht auch in Ziesar?

 

Mit weihnachtlicher Musik vom Jugendblasorchester, Adventsgebäck, Kakao und Glühwein wird das Türchen ge- und die Ausstellung zur Geschichte der Feuerwehr er-öffnet.

 

Wo das ist? Am Alten Spritzenhaus in der Otto-Altenkirch-Straße.

Wann das ist? Am 21.Dezember um 14.00 Uhr!

 

Jeder ist eingeladen, diese Anerkennung städtebaulicher Leistung mitzufeiern.

Auch der RBB ist mit von der Partie und wird uns hoffentlich in bestem Licht u.a. auf dieser Seite präsentieren:

 

RBB - Historischer Adventskalender

 

[[Flyer zum Download]]

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Ergebnisse der Bundestagswahl 2013 in Ziesar

(01.10.2013)

Am 22.September 2013 fand die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag statt. Die Ergebnisse wurden hinlänglich in allen Nachrichtenmedien verbreitet und auch im Internet kann man sich ausführlich dazu belesen.

 

Was dort nicht zu finden ist, sind die Wahlergebnisse im Rahmen der Stadt Ziesar und ihrer Ortsteile. Die Wahlbeteiligung lag hier um die 60% (inkl. Briefwähler).

 

Die folgenden Statistiken zeigen das Wahlverhalten der Ziesaraner, Bücknitzer, Glienecker und Köpernitzer in den 4 Wahllokalen der Stadt. Die Briefwahl konnte nicht auf Ziesar heruntergerechnet werden. Das Ergebnis ist amtsweit.

 

Die Anhänge können Sie als jpg oder pdf öffnen oder herunterladen.

 

Steffen Huber

[Erststimmen als Bilddatei (jpg)]

[Zweitstimmen als pdf]

[Zweitstimmen als Bilddatei (jpg)]

[Erststimmen als pdf]

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Ambrosia auf dem Vormarsch

(04.07.2013)

Ambrosia oder Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia L.)

 

Diese Pflanze war ursprünglich im Osten Nordameriaks beheimatet und breitet sich auch in Europa gebietsweise rasant aus - ist teilweise schon unkontrollierbar.

 

Ambrosiapollen sind das weltweit potenteste Pollenallergen und um ein Vielfaches aggressiver als alle in Deutschland bekannten Baum- und Gräserpollen zusammen.

Tränen, Augenjucken, Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen und Heuschnupfen auch schwerere Symptome wie Atemnot oder gar Asthma sind Wirkungen, die Ambrosia artemisiifolia bei Pollenallergikern auslösen können.

 

Beim Ausreißen der Pflanzen gilt es, Staubschutzmasken sowie Handschuhe zu benutzen. Allergiker sollten diese Arbeiten vorsichtshalber nicht selbst durchführen!

Nach dem Ausreißen der Pflanzen muss das Material sorgfältig verpackt (Plastiktüten) und schnell der Verbrennung zugeführt werden.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie hier: http://www.ambrosia.de/

Melden Sie bitte ein Auffinden der Pflanze hier --> klick

 

In unserer Gegend ist die Pflanze an folgenden Standorten aufgetaucht:

  • Ziesar - alter Bahndamm (Fiener Weg)
  • kann über Streuung von Vogelfutter fast überall auftauchen

 

Bitte reagieren Sie bei Funden schnell und geben Sie die Informationen weiter.

Ansprechpartner im Amt Ziesar: 033830 654106

Foto zu Meldung: Ambrosia auf dem Vormarsch

Ein Entenhaus für den Burgpark

(20.06.2013)

In einer gemeinschaftlichen Aktion erneuerten 6 engagierte Bewohner des Petritors in Ziesar das Anfang 2000 durch Vandalen zerstörte Entenhäuschen im Teich des Burgparkes.

 

Am 26.04.13 montierten Cliff und Fabian Bathge, Bodo Baulain, Achim Klein, Thomas Lennecke und Klaus Schindelhauer ihr Projekt. Das Schieferdach sponserte die Dachdeckerei Peters.

 

Am 03.05.13 wurde die schmucke Nisthilfe im Teich installiert und am 15.05. das Umfeld in Ordnung gebracht. Bernd Gobel steuerte Bier bei.

 

So ist mit Spaß und Fleiß wieder ein kleiner Hingucker entstanden...

 

Steffen Huber

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Mobile Seite von ziesar.de ist online

(15.04.2013)

Seit dem heutigen Tag gibt es von ziesar.de eine mobile Variante.

Mittlerweile greifen ca. 10% der Nutzer mit mobilen Endgeräten auf unsere kommunale website zu. Um dieser steigenden Tendenz gerecht zu werden, wurde von kommunaler Seite reagiert.

 

Auf der mobilen Seite findet man in vereinfachter Form und rein informationsfixiert die meisten und wichtigsten Rubriken der herkömmlichen Internetseite wieder.

Mobile Geräte werden automatisch zur mobilen Variante umgeleitet. Man kann aber jederzeit über ein Menü wieder zur "alten Seite" wechseln.

 

Foto zu Meldung: Mobile Seite von ziesar.de ist online

RBB-Fernsehteam untersucht Denkmalschutz-Probleme in Potsdam-Mittelmark

(23.02.2013)

Bürgerinitiative lädt weitere Betroffene zum nächsten Treffen ein.

Überraschend schnell hat das Anliegen der erst am 9. Februar gegründeten Bürgerinitiative „denk mal! Potsdam-Mittelmark“ www.denk-mal-pm.de die Aufmerksamkeit einer Fernsehredaktion auf sich gezogen.

In dieser Bürgerinitiative haben sich Denkmal-Liebhaber und Denkmal-Bewahrer aus Potsdam-Mittelmark zusammengefunden,  die sich nicht länger von der „Unteren Denkmalschutzbehörde“ (UDB) bei der Sanierung, Restaurierung und Pflege ihrer Denkmale  behindern und schikanieren lassen wollen.

Das RBB-Team besuchte und interviewte am 21. Februar Mitglieder und Unterstützer der Bürgerinitiative  in verschiedenen Orten des Westens von Brandenburg, besichtigte einige Denkmale und nahm an einem Treffen der Bürgerinitiative „denk mal! Potsdam-Mittelmark“ teil. Dabei tauschten sich die Betroffenen über ihre belastenden Erfahrungen  mit der „Unteren Denkmalschutzbehörde“ des Landkreises Potsdam-Mittelmark aus und planten ihre nächsten Aktionen.

Zur Sprache kam, daß die „Untere Denkmalschutzbehörde“ (UDB) die Erhaltung der Denkmale durch die Eigentümer  leider nicht wie versprochen durch Beratung und Förderung unterstütze, sondern sogar behindere.
Betroffene berichteten von erheblichen Zwangs- und Bußgeldern und belastenden Baustopps ohne Rücksicht auf Verluste.
Kritisiert wurde auch, daß die „Untere Denkmalschutzbehörde“ trotz eigener schleppender Bearbeitung  den Denkmaleigentümern drängende Terminauflagen mache.

Die Bürgerinitiative setzt sich deshalb ein für einen „Denkmalschutz mit Herz und Verstand“  und fordert darum eine „mit Fachleuten besetzte Denkmalschutzbehörde mit Liebe zu den schützenswerten alten Häusern  und zugleich bürgernah, freundlich und serviceorientiert“.

Betroffene und andere Denkmal-Liebhaber, die sich ebenfalls für einen bürgernahen, freundlichen und  fachlich qualifizierten Denkmalschutz im Landkreis Potsdam-Mittelmark einsetzen,  sind zum nächsten Treffen der Bürgerinitiative eingeladen und werden gebeten, Kontakt aufzunehmen zur BI „denk mal! Potsdam-Mittelmark“

 

p.A. Gunhild Haderlein, Boecke
email:
Telefon: 0176-64 24 17 58
www.denk-mal-pm.de

 

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Rückfragen zur Pressemitteilung und verantwortlich:
Thomas Gandow, Pfr. i.R., Dr. h.c. (WSU)
Altes Pfarrhaus, 14793 Buckau
Telefon: 033830-61338

email:

Foto zu Meldung: RBB-Fernsehteam untersucht Denkmalschutz-Probleme in Potsdam-Mittelmark

Gelungenes Mittelalterfest auf Burg Ziesar

(26.09.2012)

Schon zur Tradition geworden ist das jährliche Mittelaltergetümmel auf der Burg Ziesar. Drei Tage lang hallten in den historischen Mauern alte Gesänge, Waffenklirren und Kampfgeschrei wider.

Begeisterte Mittelalterfans aus Ziesar, der Region und auch weiter her waren angereist, um die fantastische Stimmung rund um die Bruderschaft der Askanier e.V. und den Circus Thalamus zu genießen.

 

Ein sehr schöner Artikel dazu findet sich auf dem Webportal NIEDERLAUSITZ aktuell:  >> klick

 

Viel Spaß beim Lesen und schmökern.

Foto zu Meldung: Gelungenes Mittelalterfest auf Burg Ziesar

Wer erinnert sich?

(22.05.2012)

Es gibt viele Ziesaraner, die mit ihrer Art des Lebens das Stadtbild in den 70er und 80er Jahren prägten. Ob es Frau Häfner aus der Schloßstrasse war, die Rentnerin, die vor dem ehemaligen Bekleidungskaufhaus an der Ecke Breiter Weg/Schloßstraße auf der grünen Bank saß und eigenwillig gekleidet war oder die kleine Rentnerin mit dem Kosenamen „Fanny“ aus dem Wallgraben, der wir als Kinder magische Kräfte nachsagten und von der damals folgendes behauptet wurde: Sie saß im Wohnzimmer in ihrem wirklich kleinen Haus, welches aus dem Mittelalter stammen könnte und hatte ihren Mann auf den Boden geschickt. Als er oben war, soll plötzlich die Decke nachgegeben haben und er saß nun auch im Sessel, worüber sie sich sehr wunderte und ihn fragte, was er hier mache, er sollte doch etwas von oben holen.

 

Aber einer, den jeder kennen muss, ist „Pitte Meier“, liebevoll so genannt, weil er es war - liebevoll zu den Kindern. Jedes Jahr zum Kindertag hatte er sein Pferd gestriegelt, den Wagen geschmückt und hielt vor dem Kindergarten. Dann hieß es aufsteigen und alle Kinder hatten ein Leuchten in den Augen. Mit Keksen, Brause, geschmierten Stullen und belegten Brötchen unternahmen die Kinder eine Tour durch Ziesar und Umgebung. Er ließ sein Pferd langsam laufen, lehnte sich zurück, hielt die Zügel lässig in der Hand und sog genüsslich an seiner Zigarre, seinem Markenzeichen. Ohne die ging er gar nicht aus dem Haus. Hin und wieder kroch der Qualm auch in die Nasen der hinter ihm sitzenden Kinder. So gemütlich wie er war konnte er aber auch schimpfen und wedelte dann mit seiner Peitsche oder drohte mit der Faust. Man sah ihn einmal mit einer Fuhre Stroh auf dem Hänger, ein anderes Mal mit einigen Baumstämmen oder geschlagenem Holz.

Doch vor allem war er der Herr auf seinem Hof! Dort, wo meist an einem Mittwoch im Monat viele Kinder mit Handwagen hinkamen, um ihre gesammelten Altstoffe bei „Pitte Meier“ zu Geld zu machen, welches dann in die Klassenkasse gesteckt wurde. Die Größe der Gläser war maßgeblich für den Preis, von 5 bis 20 Pfennig zahlte er aus. Das Beste war seine Waage, der Boden aus Holz, ein Arm mit einer Schubstange für das kleine Gewicht sowie andere Gewichte in verschiedenen Größen. Darauf wurde das Altpapier gewogen und er war sehr genau, die Zeiger mussten exakt austariert sein. Ich erinnere mich noch an die Güllegrube, die den Hof „zierte“. Überall standen Gläser auf dem Hof, unter dem Vordach lagen die Packen Altpapier und weiter hinten lag der Schrott, den man auch bei ihm abgeben konnte. Jedes Kind freute sich, wenn „Pitte Meier“ einige Mark auszahlte. Es war jedesmal ein Erlebnis. Dieser Mann war ein Original, liebenswürdig, nett wie der Opa von nebenan. Sein Domizil war die ehemalige Kneipe in der Brandenburger Straße, seine Enkelin meine damalige erste Freundin.

Als er dann nicht mehr war, fehlte auch im Stadtbild Ziesar ein Teil. Ich erinnere mich gern an ihn.

 

Mario Jahn „Möhre“

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VERGANGENES: Geschwister Weisheit in Ziesar

(02.05.2012)

Sie fragen, was daran denn Aufregendes ist? Jeder Ort in Deutschland hat Geschwisterpaare und ich kenne viele Menschen in Ziesar, die Bruder oder Schwester haben. Dennoch haben die Weisheit`s etwas nicht Alltägliches an sich, was sie gegenüber anderen hervorhebt: Sie sind Artisten auf dem Hochseil.

Es war im Jahre 1982 oder 1983, als die Familie Weisheit, in aller Welt als GESCHWISTER WEISHEIT bekannt, in unser kleines Städtchen einkehrten, um nicht unser Kopfsteinpflaster anzuschauen, nein, sondern um uns eine Show darzubieten, die ihresgleichen sucht. Es war Frühsommer oder Spätherbst, als sie mit ihren Wohn- und Gerätewagen sowie mit einem fahrbaren Kran ihre „Zelte“ auf dem Sportplatz aufschlugen. Von weitem prangte auf diesen weißen Wagen der blaue Schriftzug „GESCHWISTER WEISHEIT“-Hochseilartistik. Am Anfang der Woche begannen sie mit dem Aufbau der Hochseilanlage, bestehend aus dem in Europa höchsten Hochseilmasten, einem kleineren sowie den Seilen selbst. Mehrere wurden zwischen den Masten gespannt, einige wurden im Boden verankert, die dann hinauf zu den Masten führten.

 

Ich war damals in der achten oder neunten Klasse und da auch Artistenkinder die Schulbank drücken mussten, kamen die Geschwister Werinia und Andre Weisheit zu uns und nahmen in dieser Woche am Unterricht teil. Von Angeberei bei beiden ob der Berühmtheit keine Spur, herzlich und freundlich waren sie und wurden umringt, ausgefragt, von uns gut aufgenommen. Gespannt lauschten wir den Erlebnissen beider, die uns ihren Alltag und von  den Auftritten in verschiedenen Ländern erzählten. Weit gereist waren sie zu ihren Shows, haben die „halbe Welt“ gesehen.

In der Woche probten die erwachsenen Artisten auf dem Boden, auf dem Hochseil, auf dem Motorrad und Fahrrad, die Schulpflichtigen dann am Nachmittag, nach manchmal acht Stunden Unterricht. Die Aufführung ihrer Show war für Donnerstag- oder Freitagnachmittag angesetzt, also noch wenige Tage Gespanntsein auf ihre Show.

Viele Leute kamen unter der Woche zum Sportplatz, um dem „Treiben“ der Artisten beizuwohnen, ihnen bei ihren Proben zuzuschauen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Damals gab es noch eine überaus große Herzlichkeit zwischen den Menschen, wenige nur kannten Berührungsängste. 

Namen, die mir heute noch bekannt sind wie oben angeführt sind die Werinia, Andre, Peter Mario und der derzeitige Direktor Rudolf Weisheit, von allen herzlich Rudi genannt.

Dann war es soweit, die Show konnte beginnen. Natürlich wie jede Darbietung, Action, Spannung und Unterhaltung war dies nicht umsonst, ein Eintritt von wenigen Mark damals wurde gezahlt, um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Um Zaungäste fernzuhalten, die sich dachten, von weitem zuzuschauen ohne zu bezahlen, wurde der Sportplatz kurzerhand weiträumig abgesperrt. Freiwillige stellten sich von der Schopsdorfer Chaussee an über die Zufahrt zum damaligen Klubhaus, dem Sandweg hinter den Tannen, der bis an Fam. Lewandowski`s Haus vorbeiführt zur Straße Mühlentor und wieder entlang bis zur Chaussee. Die Zuschauer begaben sich hinter die um den Platz führende Absperrung und waren so dem Geschehen in der Luft ganz nahe. Über Lautsprecher wurden die Zuschauer zur Geschichte und zur Truppe selbst eingestimmt, über jedes Element der Show informiert, welcher Artist was jetzt macht. Ob sie per Fuß oder auf dem Einrad über`s Seil balancierten, ob einzeln oder in der Gruppe, ihre Darbietungen wurden immer wieder vom Applaus der Zuschauer begleitet, der auch der Lohn für ihre Artistik darstellt. Der Höhepunkt war das Hinauffahren von Andre auf dem Motorrad bis in luftige Höhe von fast 60 Metern. Die Maschine machte ordentlich krach; einen Handstand auf dem Lenker zeigte Andre wie auch stehend auf dem Sitz. Er ließ das Motorrad wieder hinunter gleiten, um dann mit Power an Höhe zu gewinnen und das nächste Kunststück zu zeigen. Just in diesem Moment erinnere ich mich daran, dass einer der Weisheit`s auf dem hohen Mast stand und mit einer Trompete die Aufführung eröffnete. Für 1 ½ Stunden waren die Zuschauer von den Weisheit`s auf dem Hochseil begeistert, in den Bann der „Manege“ gezogen, manchmal den Mund offen stehend und staunend über das Risiko, welches die Geschwister auf dem Hochseil eingingen. Am Ende dann das Finale: Alle Artisten standen auf dem Hochseil und zelebrierten die Kür. Die Zuschauer waren mitgerissen, applaudierend begleiteten sie das „Absteigen“ aller Künstler vom Hochseil bis auf den Boden, wo sie sich aneinandergereiht aufstellten und sich mit einer Verbeugung bedankten.

 

Informationen zu der Hochseiltruppe findet man unter www.hochseil.de oder man sucht nach Geschwister Weisheit; auf ihrer Homepage sind auch Fotos eingestellt. Dort ist auch nachzulesen, dass Andre Weisheit vom Seil stürzte und sich schwer verletzte.

 

Mario Jahn „Möhre“

Foto zu Meldung: VERGANGENES:  Geschwister Weisheit in Ziesar

Rückschau auf das Ziesaraner Schwimmbad

(17.04.2012)

(...)Wann das Schwimmbad erbaut wurde, kann ich nicht sagen, weil ich es nicht weiß, aber es war zu unserer Zeit ein toller Treffpunkt zur Badesaison. Entlang des Naturlehrpfades, der an der Brücke im Burgpark begann, gelangte man an`s Schwimmbad. Nach Zahlung des Eintritts betrat man das Gelände. Gleich linker Hand befand sich das Gebäude, in dem der Bademeister Herr Lessmann seine Räume hatte sowie die Umkleide- und Sanitärräume. Die Treppe hinunter führte zum großen Becken, das in den Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich unterteilt war. An den beiden Ecken des Nichtschwimmerbereiches führten Stufen ins Wasser. Der Boden war mit Sand bedeckt. Rechts am großen Becken vorbei gelangte man zum Kinderbecken, einem 8x4m kleinem Becken mit einer maximalen Wasserhöhe von 60cm. Weiter rechts stand das alte Gebäude, in dem früher der Aufenthalt des Bademeisters stattfand. Vor diesem Gebäude stand die sogenannte "Strafbank" - wer gegen die Regeln verstieß, musste entweder ne halbe Stunde dort sitzen oder durfte auf dem Gelände Papier aufsammeln - Herr Lessmann hatte das Sagen und jeder zollte Respekt. Er saß während des Badebetriebs auf einem hölzernen 3m hohen Turm und hatte so die beste Sicht auf das große Becken. In der Zeit von 11-13 Uhr war Badepause, niemand durfte ins Wasser. Gespannt verfolgten alle, als er aus seinem Raum kam, sich zu seinem Turm begab, hinaufstieg und sich oben hinstellte, um mit einem Trillerpfeifenpfiff die Badepause zu beenden. Das ruhige Wasser wurde von allen Seiten durch`s Hineinspringen aufgewühlt. Gespeist wurde das Becken mit Wasser aus der ehemaligen "Alten See", klares, mineralhaltiges Wasser, eiskalt. Der Einlass befand sich unter einer großen weißen Betonkugel, auf der man sitzen konnte oder auch springen. Einen Abfluss besaß das Becken nicht - vielmehr befand sich im tiefen Bereich kein gemauerter Boden, sondern Modder, um es mal so zu sagen, in das das Wasser abfloss. Später wurde das Schwimmbad aufgrund dieser Tatsache geschlossen, Begründung: Nach der deutschen DIN-Norm ist es zu schmutzig, man kann es nicht mit Chlor versetzen, um es rein zu halten. Da wiehert der Amtsschimmel - ungefähr 20 Jahre ging ich dort baden und ich wurde nie krank. Selbst die Teilnehmer von Ferienlagern kamen dort zum Baden. Am linken Rand des Beckens, wo auch das Wasser hineinsprudelte, befanden sich zwei Sprungtürme, der eine 1m hoch, der andere 3m hoch sowie 4 oder 5 Startblöcke. Vom Eingang aus gesehen ganz links am Becken vorbei befanden sich der Sandplatz mit feinem Sand sowie Klettergerüsten und einem Volleyballnetz. Nicht zu vergessen die Schaukel, die sich unter einem Blätterdach im hinteren Bereich hinter dem Kinderbecken befand. Da fällt mir ein, daß zu meiner Zeit noch zwei Betonfiguren neben das Kinderbecken gesetzt wurden - ein großer Wal mit seinem Nachwuchs, auf denen man herumklettern konnte. Mehrmals veranstaltete der Jugendklub Ziesar Neptuntaufen oder andere Events - das Skatspielen der vier alten Damen auf einem Floß - es kam zum Streit wegen Schummelei, weswegen nachher alle ins Wasser fielen und gerettet werden mussten. Umrahmt wurden beide Becken mit viel Grün, den Liegewiesen - braun ist jeder geworden. Um den kleinen Hunger zu stillen, konnte man am Eingang Kekse, Waffeln, also allerlei Süßes und Getränke kaufen. Auf der angrenzenden Terrasse konnte man auf den Klappholzstühlen sitzen und auf den Tischen seine Bockwurst essen mit Blick über das Schwimmbad. Schaut man jetzt via Google Earth auf`s große Becken, sieht man viele Bäume darin stehen - die Natur holt sich alles zurück. Schade, dass die damalige Stadtverwaltung das Freibad aufgegeben hat.

 

Zitat: Mario Jahn "Möhre"

 

Kommentar: Zu der Zeit, als das Schwimmbad ohne eine Sanierung nicht mehr betrieben werden durfte, stand die Frage der Sanierung vor den Stadtverordneten. Es wurde recherchiert, Angebote angefordert, Fördermittel beantragt und Alternativen begutachtet (zB Dippmannsdorf).

Die Abgeordneten standen damals geschlossen hinter einer Sanierung des Schwimmbades. Leider zählen aber in einer Stadt nicht nur der politische Wille, sondern auch die finanziellen Möglichkeiten. Bei einem Kostenaufwand von knapp 2.000.000 DM hatten die Stadtverordneten die Pflicht, eine Kosten/Nutzenrechnung aufzumachen. Die Suche nach einem Betreiber gestaltete sich schwierig und die Frage des Vandalismus bei einem derart abseits gelegenen und nur in der Saison genutzten Schwimmbades trugen auch ihren Teil zur letztendlichen Entscheidung gegen das Schwimmbad bei.

Die zur Verfügung stehenden Fördermittel wurden damals für die neue Turnhalle genutzt ohne die ein vernünftiger Vereinssport heute nicht mehr denkbar wäre.

 

Steffen Huber

[Bilder vom Schwimmbad, als die Sanierung noch eine Option war]

Foto zu Meldung: Rückschau auf das Ziesaraner Schwimmbad

Einweihung der neuen Bahnlinie

(01.04.2012)

Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen der neuen Bahnlinie, die Ziesars historische Altstadt ab nun teilt. Bürgermeister Sehm weihte im Beisein von Bürgern, Abgeordneten und dem Eisenbahnverein Loburg die kleine, aber feine Strecke ein.

Genutzt wird sie zukünftig für Draisinenfahrten durch die Altstadt. Zu besonderen Anlässen wird der Loburger Verein die Strecke mit historischen Dampfrössern beleben.

 

Lokführer Dieter Sehm will es sich nicht nehmen lassen, das erste Draisinengespann am heutigen Tag selbst zu führen.

Eingeladen sind dazu alle interessierten Bürger.

Die Fahrten sind frei.

Treffpunkt: Ziesar Westbahnhof - ab 13.00 Uhr

Foto zu Meldung: Einweihung der neuen Bahnlinie

Onlinedienst für Wanderfreunde

(23.03.2012)

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat auf seiner Internetseite
www.potsdam-mittelmark.de ein Online-Formular eingerichtet, mit dem Schäden an Wanderwegen oder Mängel in der Ausschilderung gemeldet werden können.

 

Die Meldung wird direkt an den Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein weitergeleitet, der sich um die Behebung der Mängel kümmert.

 

Das Formular finden Sie unte:

Bürgerservice → Online-Dienste → Tourismus/Freizeit: Online-Meldung Schäden an Wanderwegen

oder auch direkt ganz unten auf dieser Seite -> klick

Foto zu Meldung: Onlinedienst für Wanderfreunde

Sternsinger zu Besuch bei der Bundeskanzlerin

(09.01.2012)

Am 5.Januar zogen 108 Sternsinger aus ganz Deutschland ins Bundeskanzleramt ein, um Frau Merkel persönlich um mehr Einsatz für die Schwächsten dieser Welt zu bitten! Sie pochten mit ihren Sternen auf den Boden und traten mit einem eigens geschriebenen Rap bei der mächtigsten Frau Deutschlands für Kinderrechte weltweit ein. 

Auch das Bistum Magdeburg war an diesem Tag vertreten - durch vier Sternsingerkinder aus Ziesar.

 

Vor einigen Tagen zogen Michaela Norwig, Dora Giesel, Inge Giesel und Claudia Fusek noch durch unsere Straßen, sangen ihre Lieder, verteilten Haussegen und sammelten Spenden.

 

Den Haussegen erhielt selbstverständlich auch das Bundeskanzleramt...

 

[ Pressebild ]

[Beitrag von sternsinger.org]

Foto zu Meldung: Sternsinger zu Besuch bei der Bundeskanzlerin

Abholung der gelben Säcke

(14.12.2011)

Anders als im Amtsblatt für Dezember veröffentlicht, erfolgt die Abholung der gelben Säcke ab Januar einen Tag früher als bisher (siehe Abfallkalender 2012).

Foto zu Meldung: Abholung der gelben Säcke