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Töpferort Görzke

Breite Str. 15
14828 Görzke

E-Mail E-Mail:

Die Gemeinde Görzke liegt im Hohen Fläming im gleichnamigen Naturpark am Flüsschen Buckau, etwa 35 Kilometer südwestlich von Brandenburg an der Havel.

 

Die westliche Gemeindegrenze bildet die Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Neben der Buckau entspringt deren Nebenfluss Riembach in der Gemeinde.

 

Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1161 als Gorceke. Der Name stammt aus der slawischen Zeit der Mark Brandenburg und bedeutet Siedlung an einem Berg.

 

Um 1250 erhielt Görzke das Stadtrecht und wurde mit einer Stadtmauer umgeben. 1283 verlieh man dem Ort die eigene Gerichtsbarkeit und 1285 das Münzrecht.

 

 

Die Gemeinde Görzke liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark und gehört dem Amt Ziesar an.

Sie umfasst die Flächen der bis 2002 eigenständigen Gemeinden Görzke und Hohenlobbese.

 

Ortsteil:

 

Hohenlobbese

 

Bewohnte Gemeindeteile:

Börnecke

  Dangelsdorf
 

Wutzow

 

Wohnplätze: Borgsdorf
  Busses Mühle
  Heidehof
  Nonnenheide
  Rentengut
  Schönthalmühle

 

Görzke weist eine lange Tradition als Handwerkerort auf. 1706 schlossen sich die Töpfer des Ortes zu einer Innung zusammen und belieferten die umliegenden Dörfer und Städte mit Tonwaren.

 

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden Görzker Tonwaren deutschlandweit und in die ganze Welt geliefert.

Die Tradition der Tonwarenherstellung kann alljährlich beim Töpfermarkt bewundert werden. Dieser Markt findet immer am Karsamstag und Ostersonntag statt.

 


 

Gemeinde Görzke,Breite Straße 15

14828 Görzke

Tel. 033847/40260

E-Mail :

 

Schornsteine über Görzke

 


Veranstaltungen


09.09.2017
08:00 Uhr
Kreisfeuerwehrtag
Der diesjährige Kreisfeuerwehrtag wird ausgetragen auf dem Schützenplatz in Görzke sowie den beiden Sportplätzen in der Zeit von 8:00 bis 17:00 Uhr. [mehr]
 
23.09.2017
10:00 Uhr
Tag des Waldes auf dem Handwerkerhof
10 Jahre Forstmuseum Görzke, Jagdhornbläser aus Brandenburg und Sachsen/Anhalt zeigen ihr ... [mehr]
 
09.12.2017 bis 10.12.2017
12:00 Uhr
Weihnachtsmarkt auf dem Handwerkerhof
Der jährliche Weihnachtsmarkt findet an beiden Tagen von 12:00 bis 17:00 Uhr in Görzke statt. [mehr]
 

Aktuelle Meldungen

Jahrhunderte alt - und doch ganz neu: "Töpferort Görzke"

(09.08.2017)

Jahrhunderte alt – und doch ganz neu:

„Töpferort Görzke“

 

Liebe Görzkerinnen und Görzker,

die Gemeindevertretung hat am 14.11.2016 dem Antrag des Förderverein Görzke e.V. entsprochen und den Beschluss gefasst,: „dass die Gemeinde Görzke die zusätzliche Bezeichnung „Töpferort“ gemäß § 9 Abs. 5 der Brandenburgischen Kommunalverfassung führt.“

 

Am 12. Juni 2017 erfolgte durch das Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg die

 

Verleihung der zusätzlichen Bezeichnung

„Töpferort“

an die Gemeinde Görzke.

 

Damit trägt sowohl die Kommune als auch die Genehmigungsbehörde des Landes der jahrhunderte alten Görzker Handwerkstradition Rechnung, und die Ortsschilder Görzkes werden diesen Zusatz tragen.

 

Die Bezeichnung „Töpferort“ hat sog. nichtamtlichen Charakter. Das heißt, er wird nicht zum Bestandteil des amtlichen Gemeindenamens. Somit verändert er weder die Postanschrift noch Ausweisdokumente, und kein Einwohner muss Änderungen in jeglichem Schriftverkehr vornehmen.

 

Mit herzlichen Grüßen

 

Jürgen Bartlog

Bürgermeister

 

 

                                                                                 *               

 

 

 

 

Günter Deicke

 

Beim Töpfer

 

Sorgsame Hand

und ein Klumpen vom Ton

auf der kreisenden Scheibe,

siehe, so formst du dich schon:

 

Bauchig als Krug,

schönes Gefäß,

nimmer genug

und dem Dasein gemäß

fülln sie und leeren dich aus –

mittags im Feld bei der Ernte,

abends zu Haus.

 

Füg dich der formenden Hand,

schmiegsam auf kreisendem Rund,

härte dich zweifach im Brand,

heben sie bald dich zum Mund.

 

Vase und Windlicht und Schale,

Dose und Krug,

form dich zur schönen Gestalt,

irden Geschirr.

 

Menschheit, die vieles zerschlug,

unheilbeladen und wirr,

lern endlich sehen!

Lern an zerbrechlichen Dingen,

sorgsam mit dir selber

umzugehen.

 

 

 

 

 

 

Görzke - 80 Jahre Bad

(03.08.2017)

Seit 80 Jahren haben die Görzker ein eigenes Schwimmbad. Vor allem in den Ferien tummeln sich Kinder und Erwachsene in den beiden Becken. Die Vormittage sind dem Schwimmunterricht unter Leitung von Bademeister Hartmut Mende vorbehalten. Getrübt wird die laufende Saison vom wechselhaften Wetter.

Foto zu Meldung: Görzke - 80 Jahre Bad

Städte- und Gemeindebund Brandenburg: Mitteilungen

(28.06.2017)

 

Jürgen Bartlog gibt Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft

ehrenamtlicher Bürgermeister an Roland Gefreiter weiter. Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Schönwald, Amt Unterspreewald, Roland Gefreiter, wurde auf der letzten Sitzung der Arbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Bürgermeister im Städte- und Gemeindebund Brandenburg zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende Jürgen Bartlog, Gemeinde Görzke, Amt Ziesar, hatte im vergangenen Jahr aus beruflichen Gründen um Entbindung von dieser Aufgabe gebeten. Bartlog leitete die Arbeitsgemeinschaft seit dem 15. Oktober 2005. In diesem Zeitraum begleitete die Arbeitsgemeinschaft alle zentralen kommunalen Themen wie die Anpassung an den demografischen Wandel, die Einführung der Doppik, die Verwaltungsstrukturreform, die Landesplanung, ländliche Entwicklung oder Baukultur. Insbesondere brachte die Arbeitsgemeinschaft die Sicht des kommunalen Ehrenamtes in die Debatten um eine Verwaltungsstrukturreform mit ein. So trug Bartlog in der Enquete-Kommission 5/2 die Sicht der ehrenamtlichen Bürgermeister vor. Zentral ist aber der Erfahrungsaustausch zwischen den Bürgermeistern aus allen Teilen des Landes Brandenburg. „Ehrenamtliche Bürgermeister sind bereit und in der Lage, die Entwicklung ihrer Orte voranzutreiben, wenn man sie lässt“, gab Bartlog seinen Amtskolleginnen und –kollegen mit auf den weiteren Weg.

 

Az: 004-13 Mitt.                                  StGB Bbg. 06/2017

 

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Paradies für Motorsägen - Liebhaber

(29.05.2017)

Paradies für Motorsägen-Liebhaber.

Das 13. Treffen der Oldtimer-Motorsägen-Sammler auf dem Handwerkerhof in Görzke ließ Sammlerherzen höher schlagen: Eine Bandsäge, ein Holzspalter mit Flachriemenantrieb und einem stationären Motor und eine Kippsäge zählten zu den Highlights der Ausstellungsstücke. Einige Gästen hatten eine besonders weite Anreise.

Aus jeder Ecke des Handwerkerhofes in Görzke war am Sonnabend Motorsägen-Geräusch zu hören. Stellenweise sägten fast zehn Mann gleichzeitig am bereitgestellten Holz. Die Besucher – hauptsächlich Männer – schauten zu und hielten besonders eindrucksvolle Sägen auf einem Erinnerungsfoto fest. Das 13. Treffen der Motorsägen-Sammler hatte Teilnehmer und Besucher aus ganz Deutschland, den Niederlanden und sogar Finnland in den Hohen Fläming gelockt.

 

Ordentlich für eine Präsentation aufgereiht hatten ihre Oldtimer-Motorsägen und Erbbohrer auch der 27-jährige Michel Frenz und der 32-jährige Recardo Hermann. Der Soldat auf Zeit und der gelernte Bäcker kamen aus Dresden angereist. Sie sammeln seit 2011 die praktischen Geräte für die Brennholzgewinnung. „Wir finden diese Geräte bei Ebay oder in den Kleinanzeigen und kaufen sie.“ Eine besondere Säge war für die beiden die Stihl-Contra, die von 1958 bis 1968 in Waiblingen (Baden-Württemberg) gebaut wurde und eine Schwertlänge von 83 Zentimetern aufweist.

Selbstfahrende Bandsäge von 1907 sorgte für Begeisterung

Eine Interessengemeinschaft der Oldtimer-Motorsägen aus Thüringen hat besonders alte Stücke mit nach Görzke gebracht. So zeigten Vater Eckerhardt und Sohn Robin Kapp was ihre alte Dolmar-Motorsäge – eine Zwei-Mann-Säge, Baujahr 1944 – noch so alles drauf hatte. Sie sägten in wenigen Minuten mehrere Baumscheiben von einem etwa 60 Zentimeter dicken Baumstamm ab. „Mein Großvater arbeitete früher in der Forst und hatte mit Motorsägen zu tun“, erzählt der 23-jährige Robin. „Ich fand mit 13 eine alte Kiste bei uns, darin war solch eine alte Säge. Ich baute sie auseinander und wieder zusammen – und sie funktionierte wieder.“ Dieses Erlebnis habe ihn schließlich nicht mehr losgelassen, sagt der Werkezugmechaniker weiter, und er habe eine regelrechte Leidenschaft für alte Sägen entwickelt.

 

Stefan Thielicke aus Zeigerheim (Thüringen) gehört auch zur Interessengemeinschaft. Er brachte eine selbstfahrende Bandsäge, Baujahr 1907, mit. „Mit dieser Säge fuhr der letzte Besitzer von Haus zu Haus und sägte für die Menschen das Holz. Sie war bis vor dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz“, erzählt Thielicke. „Ich fand sie vor etwa zehn Jahren in einer alten Scheune und reparierte sie.“ Die Bandsäge, ein Holzspalter mit Flachriemenantrieb und einem stationären Motor und eine Kippsäge Marke Eigenbau aus dem Jahr 1930 waren die Hingucker auf dem Handwerkerhof.

Treffen erstmals in Ostdeutschland

Das Treffen der Oldtimer-Motorsägen-Sammler hat erstmals in Ostdeutschland stattgefunden. Organisiert haben es Wolfram Schulz vom Forstmuseum Görzke und seine Mitstreiter. Das Treffen wurde von der Gemeinde Görzke und vielen privaten Waldbesitzern unterstützt, die Baumstämme zur Verfügung gestellt hatten, an denen die Teilnehmer nach Herzenslust sägen konnten. Amtsdirektor Norbert Bartels eröffnete das Treffen.

Quelle: Silvia Zimmermann

 

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Gelungener Töpfermarkt 2017

(17.04.2017)

(Quelle: Silvia Zimmermann, MAZ online)

 

Besuchermassen stürmen Töpfermarkt.

Der Himmel hing voll mit dunkelblauen Regenwolken, und die Sonne hatte wenige Chancen, einige Sonnenstrahlen auf die Erde zu schicken. Der Wind fegte durch die Straßen und brachte kalte und nasse Luft mit sich. Ab und an peitschen Regen und Hagelschauer auf die Straßen nieder. Das war das vorherrschende Wetter zum 23. Töpfermarkt in Görzke....[ weiterlesen ]

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Das Freiluftfestival in Hohenlobbese lebt

(14.04.2017)

Hohenlobbese wurde am Wochenende zum 22. Mal das Ziel zahlreicher Festival-Pilger. Unter der Regie der Kult-Band "Freygang" feierte das Publikum aus ganz Deutschland.

Nachzulesen ist es  [hier].

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Museen erinnern an altes Handwerk

(06.02.2017)

Der Handwerkerhof gehört zu den Besuchermagneten in Görzke. Fast 1000 Besucher haben sich im vergangenen Jahr die sechs Museen auf dem Gelände angeschaut. Am 21. Mai 2017 ist der Hof das Ziel des Naturparkwandertages.

Nachzulesen ist er [hier].

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Der falsche Fritz aus Görzke dankt ab

(25.05.2016)

 

Tschüss Majestät!

Der falsche Fritz aus Görzke dankt ab.

Im Preußenjahr 2012 fing alles an. Hans-Jürgen Krauss ließ sich ein Kostüm schneidern und trat fortan als Friedrich II. auf. Der Görzker gab sich wie der Alte Fritz und ging wie der Alte Fritz. Das kam an bei den Leuten. An die 40 öffentliche Auftritte absolvierte der falsche Fritz. Jetzt sieht Krauss die Zeit für seine Abdankung gekommen.

Artikel veröffentlicht: Mittwoch, 25.05.2016 17:35 Uhr

Hans-Jürgen Krauss in der Rolle seines Lebens – als Friedrich II.

Quelle: Privat

Hans-Jürgen Krauss in der Rolle seines Lebens – als Friedrich II.

 

Görzke. Erst der Tod entband Friedrich II. (1712 – 1786) von seinen königlichen Pflichten. So lange mag Hans-Jürgen Krauss (70) jedoch nicht warten. Der Görzker will bei Lebzeiten und guter Gesundheit abdanken. Und zwar bald. Vier Jahre lang hat der Preußen-Fan den Alten Fritz mit einer Akkuratesse gedoubelt, die ihm viele Audienzen und Huldigungen einbrachten. Ein falscher König als Sympathieträger für das Land Brandenburg. In diese Rolle schlüpfte Krauss gern, wenn er Auszeichnungen, Ehrungen und Urkunden überreichen durfte. Stets darauf bedacht nicht den Pausenclown zu spielen. Nur zu Auftritten mit Stil ließ sich der königliche Hochstapler aus Görzke herab.

„Ich habe versucht die positiven Seiten und Leistungen des Preußenkönigs zu zeigen. Dabei habe ich viele tolle Erlebnisse gehabt. Aber einmal muss Schluss sein“, meint Krauss heute. Zu zwei Dienstreisen will der einstige Elektroingenieur noch über Land aufbrechen. Darunter zur 800-Jahr-Feier im Juni nach Zehdenick. Die Honoratioren der Stadt erinnerten die Majestät an die einstige Kanonenkugelgießerei in ihren Mauern, auf die selbst ein aufgeklärter Herrscher bekanntlich nicht verzichten konnte. Danach will der falsche Fritz Dreispitz, Rock und Degen endgültig an den Nagel hängen. Einen Nachfolger für die Krauss in Potsdam bei Sonnen & Falkenberg auf den Leib geschneiderte Uniform gibt es leider nicht. Zumindest nicht in Görzke.

Was seine authentisch wirkenden Auftritte ausmachten war nicht nur die detailverliebte Kostümierung. In der Rocktasche durfte selbst eine verbeulte Tabakdose nicht fehlen. Eine Reminiszenz an die Schlacht bei Kunersdorf (1759), wo die echte Tabakdose dem König das Leben rettete, weil an ihr eine feindliche Kugel abprallte. Bei Krauss’ gekrümmten Gang am Gehstock nahm man dem König jede Form von Gicht und ein langes Leben im Sattel ab. „Wenn ich die Uniform anziehe, bin ich der Alte Fritz“, sagt der Görzker über die Rolle seines Lebens.

Quelle: Frank Bürstenbinder

 

Wie im wahren Leben zeigte sich der nachgemachte Friedrich nicht nur liebenswürdig, sondern garstig. Frauenansammlungen auf Potsdamer Boulevards mussten sich schon mal anblaffen lassen: „Seit wann trägt das Weibsvolk Hosen? Bei mir waren es nur die Soldaten!“ Er erlaubte es sich Manfred Stolpe ins Wort zu fallen und ließ Chefs von Schützenvereinen zum Rapport antreten. Es gehörte zur Rolle. Aber in der Regel war Krauss ein Doubel zum Anfassen und Fotografieren, das gern an die Kaffeetafel geladen wurde. Rund 40 Auftritte hat er seit dem Preußenjahr 2012 mit Bravour absolviert.

Damals war der 300. Geburtstag Friedrich des Großen die Initialzündung für Krauss’ Thronbesteigung. Die Affinität zum Königshaus müssen ihm seine Großeltern mitgegeben haben. Diese hielten preußische Tugenden hoch. Disziplin, Fleiß und Arbeit standen im Mittelpunkt – wie bei ihm auch. Tief beeindruckt hat den jungen Krauss ein Ausspruch vom Alten Fritz im großelterlichen Wohnzimmer: „. . . und wenn mir die Menschen zu dämlich sind, spreche ich mit meinen Hunden.“ Wäre Hans-Jürgen Krauss gern der echte große Friedrich gewesen? Soweit würde der in Potsdam aufgewachsene Mann, der als Kind in den Ruinen des Stadtschlosses spielte, nicht gehen: „Ich lebe heute und bin damit zufrieden.“

Von Frank Bürstenbinder

 

 

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Königliches Lob

(21.04.2014)

 

Königliches Lob.

Zum 20. Mal fand der Töpfermarkt in Görzke statt.

Die Würdigung kam von höchster Stelle. Bürgermeister Jürgen Bartlog ließ es sich nicht nehmen, am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Friedrich II. persönlich über den zum 20.Mal stattfindenden Töpfermarkt zu gehen und ihrer Majestät sowie weiteren Besuchern die ortsansässigen Töpfereien und Vereine vorzustellen.

Artikel veröffentlicht: Montag, 21.04.2014 16:51 Uhr

Eindrücke vom Töpfermarkt.

Quelle: S. Zimmermann

http://www.maz-online.de/var/storage/images/maz/lokales/potsdam-mittelmark/der-goerzker-buergermeister-juergen-bartlog-ist-mit-dem-toepfermarkt-sehr-zufrieden/97657078-1-ger-DE/Koenigliches-Lob_pdaArticleWide.jpg

 

Görzke. Der "Alte Fritz" gemimt vom Einheimischen Hans-Jürgen Krauß überreichte am Wochenende beim Görzker Töpfermarkt in Abstimmung mit dem Dorfchef Jürgen Bartlog vielen Mitwirkenden eine Dankesurkunde für ihr Engagement.

Als vor 20 Jahren die Görzker Handwerker erstmals den Töpfermarkt veranstalteten, hatte niemand daran gedacht, dass daraus eine Tradition und Attraktion werden kann. "Begonnen hatten wir mit etwa 30 Töpfern", erinnert sich Peter Ludwig. Er hält von Beginn an die organisatorischen Fäden in den Händen. "In den ersten Jahren haben wir uns lediglich auf dem oberen Teil der Breiten Straße präsentiert", erinnerte sich Peter Ludwig. "Mittlerweile nehmen konstant um 70 Töpfermeister aus ganz Deutschland teil, das Ortszentrum wird zur Flaniermeile", freut sich der Innungschef für sein Handwerk wie für den Heimatort. "Görzke gilt bei den Kollegen als gute Adresse."

Den königlichen Dank gibt er zurück: "Die Vorbereitungen zum Töpfermarkt kosten uns sehr viel Zeit und waren allein nicht zu schaffen. Der Förderverein und die Gemeinde Görzke unterstützten das Engagement und Bürgermeister Jürgen Bartlog steht voll hinter uns." Längst bringen sich weitere Unternehmen, Vereine, Bürger sowie Schule und Tagesstätte mit ein.

Dass sich der 20. Töpfermarkt zum Besuchermagnet entwickeln würde, war schon bei der Wetterprognose klar. Entsprechend groß war die Zahl der gut gelaunten Besucher, die Spaß am Bummel hatten. Rechts und links der Breiten Straße die Stände der Handwerker, dazwischen das nicht selten staunende Publikum. Vergleichen, reden und durchaus kaufen gehörten zum bunten Treiben.

"Viele Töpferhandwerker benutzen gerade diesen Markt, um ihre Produkte zu zeigen und auf ihre Werkstatt aufmerksam zu machen", sagt André Gerlach aus Bagow. Termin und Ort liegen günstig, gibt er zu verstehen.

Auch die Anwohner arrangieren sich gern mit dem Trubel. So wie Herta und Christa Engel. Beide beobachten das geschäftige Treiben. Vor ihrer Tür steht meist Töpfermeister Andreas Biebach aus Hohenleipisch(Niederlausitz) mit seiner Frau Nicole. "Wir sind wie eine Familie zusammengewachsen", berichteten die Frauen. "Wir kommen seit 19 Jahren gern nach Görzke. Ehrensache", so Biebach.

An den vielen Ständen gab es mancherlei zu entdecken. "Ich habe versucht, vernünftig zu sein, es hat mir aber nicht gefallen" steht auf einer großen Tasse geschrieben. "Das sind meine Sprüche Tassen, die gern gekauft werden" erklärt Ree Mack. Die Kunden lassen ihre Lieblingssprüche bei ihr und die Keramikmeisterin aus Borne dekoriert dann die Gefäße nach Wunsch. "In Görzke baue ich seit ungefähr acht Jahren meinen Stand auf", so Mack. Ein Renner an ihrem Stand waren nicht nur die Tassen, sondern auch selbst entwickelte getöpferte Kerzenresteverwerter und getöpferte Blumen. Ein Trend war indes nicht festzustellen. Gekauft wurde nach dem Motto, was gefällt und was der Geldbeutel hergibt.

"Wir pflegen auch den Kontakt mit den teilnehmenden Töpfern. So treffen wir uns Sonnabend nach Marktende in Heiner Brünings Gasthof "Zur Burg" auf ein gemeinsames Abendessen. Nur das Fußballspiel mit den Görzkern am Karfreitag führen wir nicht mehr durch. Wir sind in die Jahre gekommen", so Peter Ludwig.

Von Silvia Zimmermann

 

Foto zu Meldung: Königliches Lob